Windräder
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nano-Moderatorin Alexandra Kröber erklärt uns heute die Windkraft.
Ein Stresstrigger
Windräder belästigen nicht durch ihre Lautstärke
Es ist nicht die Lautstärke, sondern die Art des Geräusches, die Windrad-Gegner auf die Palme bringt, meint die Umweltpsychologin Prof. Gundula Hübner aus Halle.
Schon 2007 warnte das Berliner Robert-Koch-Institut auch vor Infraschall durch Windräder. Die unhörbaren Geräusche könnten auf das Nervensystem des Menschen wirken. Deswegen haben viele Bürger Sorgen, dass sich auch in ihrer Nähe bald Rotoren drehen und wehren sich. Die Zunahme von Bürgerinitiativen gegen die modernen Windmühlen ergibt sich aus der hohen Zahl der Windkraftanlagen: 14.653 bundesweit liefern insgesamt rechnerisch 13.400 Megawatt Leistung - damit ist Deutschland absolut gesehen Weltmeister der Windkraft. Ein Großteil dieser Anlagen steht in Norddeutschland, doch auch im Süden wird der Wind zunehmend genutzt.

"Die heutigen Windenergie-Anlagen produzieren sieben Prozent des deutschen Strombedarfs", schildert Dr. Kurt Rohrig vom Fraunhofer-Institut für Windenergie. "Wir rechnen damit, dass in den nächsten zehn Jahren dieser Stand bis zu 20 Prozent ausgebaut wird. Im Binnenland, auch gerade in den südlichen Bundesländern Deutschlands, besteht ein noch nicht gehobenes, enormes Potential für die Windenergie. Wir haben in Studien ermittelt, dass fast die Hälfte des gesamten Strombedarfs allein durch Windenergie im Binnenland gedeckt werden könnte." Mit "Verspargelung" der Landschaft habe das nichts zu tun, meint Rohrig: "Es werden einzelne Windparks in großen Arealen errichtet werden."

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