Deutsche Weltraumforscher haben Bakterien gezielt den lebensfeindlichen Bedingungen im All ausgesetzt - und ein Teil der Mikroben hat überlebt. Die Experimente von Gerda Horneck und Kollegen vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln stützen damit unter anderem die Theorie, dass Leben huckepack mit Meteoriten auf die Erde regnen könnte. "Schon geringe Mengen Staub und Sand schützten die Sporen vor der ultravioletten Strahlung der Sonne", sagte Horneck. Sporen sind Überdauerungsformen von Bakterien. Die DLR-Forscher hatten in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre russische Satelliten mit Sporen des Heubazillus (
Bacillus subtilis) bestückt. "Das ist der resistenteste Mikroorganismus, den man überhaupt kennt", erläuterte Horneck. Vollkommen ungeschützt starben dennoch alle Sporen im aggressiven UV-Licht der Sonne nach kurzer Zeit ab.