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Karte © Uni Zürich Video
Schweizer Forscher sagen: Dunkle Materie muss es auch bei uns geben
Dunkle Materie in unserer Milchstraße
Sie macht 22 Prozent des Universums aus
Forscher der Uni Zürich sagen: In unserer Galaxie existiert eine Scheibe aus dunkler Materie. Sie verrät sich nur durch ihre Schwerkraft.
"Die dunkle Scheibe hat ungefähr eine halb so große Dichte wie das dunkle Halo", sagt Dr. Justin Read. "Daher wurde sie bisher nicht entdeckt. Trotz ihrer geringen Dichte hat sie jedoch wegen ihrer eigenen Rotation einschneidende Auswirkungen auf die Detektion von dunkler Materie hier auf der Erde." Anders als die "gewöhnliche" Materie, aus der Gas und Sterne bestehen, ist dunkle Materie unsichtbar.

Physiker glauben, dass sie 22 Prozent der Materie im Universum ausmacht verglichen, mit 4 Prozent gewöhnlicher Materie und 74 Prozent der dunklen Energie. Trotz ihres omnipräsenten Einflusses rätseln Physiker noch, woraus dunkle Materie genau besteht.

Dunkle Scheibenbremse ist schwächer als kugelige
© Uni Zürich
Dunkle Materie macht sich in Simulationen bemerkbar
Erde und Sonne bewegen sich mit 220 Kilometern pro Sekunde auf einer fast kreisförmigen Umlaufbahn um das Zentrum unserer Galaxie. Da das dunkle Halo nicht rotiert, ist es für uns auf der Erde so, als ob wir einen Wind dunkler Materie spüren, der mit großer Geschwindigkeit auf uns zu fliegt. Im Gegensatz dazu ist der Wind der dunklen Scheibe sehr viel geringer, da die Scheibe quasi mit der Erde zusammen rotiert. Die Wissenschaftler nehmen an, dass Sterne und Gas schon frühzeitig eine Scheibe bildeten, die dann die Entstehung kleinerer Halos aus dunkler Materie beeinflussen.



Literatur
Read JI et al (2008) Thin, thick and dark discs in ΛCDM. Monthly Not Royal Astronom Soc 389: 1041 - 1057