Alexander von Humboldt © dpa
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Alexander von Humboldt galt als Universalgelehrter.
Früher Umweltschützer
Rodungen und Monokulturen schaden Klima und Artenvielfalt
Tag der Tropenwälder - schon Humboldt setzte sich für den Schutz des Amazonasgebietes ein.
Der Tag der Tropenwälder ist zugleich der Geburtstag des Naturforschers Alexander von Humboldt. Dieser warnte schon früh vor Rodungen und Monokulturen und strebte bereits im 18. Jahrhundert nach Umweltschutz. Heute warnt zum Tag der Tropenwälder die Umweltstiftung WWF vor einer weiteren Abholzung und den Folgen für das Klima. "Wenn wir die laufende Zerstörung nicht bald stoppen wird der Großteil der Tropenwälder schon in wenigen Jahrzehnten verschwunden sein", erklärte WWF-Waldschutzreferentin Susanne Winter. Alle drei Sekunden verschwinde auf der Erde eine Waldfläche so groß wie ein Fußballfeld. Insbesondere betroffen seien die Tropen, aktuell das Amazonasgebiet in Brasilien.

Da Wälder große Mengen an CO2 speichern, verurteilen die Umweltschützer den Verlust dieser Lebensräume auch aus Gründen des Klimaschutzes. 15 bis 20 Prozent der weltweiten Treibhausgas-Emissionen gingen auf die Zerstörung von Wäldern zurück, hieß es. Auf gerodeten Flächen entstünden oft Plantagen, etwa für Ölpalmen, Soja oder schnellwachsende Baumarten der Papierindustrie. Die Ausweitung der Sojaproduktion ist laut WWF vor allem auf die zunehmende Nachfrage von Soja als Tierfutter zurückzuführen. Der WWF empfiehlt, weniger Fleisch zu essen und bei Holz- und Papierprodukten auf nachhaltige Produktion zu achten, etwa auf das FSC-Siegel.

Info
Tag der Tropenwälder
Der Tag wurde 1989 durch den WWF ins Leben gerufen und findet seitdem immer am 14. September statt.