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Ganz klar im Vorteil bei der Nektarsuche ist der Kolibrischwärmer mit seinem langen Rüssel.
Ganz klar im Vorteil bei der Nektarsuche ist der Kolibrischwärmer mit seinem langen Rüssel.
Wie ein Kolibri
Im Fliegen Nektar saugen
Eigentlich stammt es aus dem Mittelmeerraum und aus Nordafrika. Aber immer öfter wandert das Taubenschwänzchen zu uns und überwintert auch hier.
Jetzt im Juli und August kann man es wieder öfter beobachten: das Taubenschwänzchen oder auch Kolibrischwärmer, Macroglossum stellatarum. Der Wanderfalter gehört zu den Schwärmern, einer Gruppe eigentlich nachtaktiver Schmetterlinge. Er ist aber fast immer tagsüber unterwegs.

Einwanderung in Wellen
Wie der NABU aktuell berichtet, wird das Taubenschwänzchen zunehmend in Deutschland heimisch. Die Mittelmeer-Taubenschwänzchen kommen je nach aktueller Populationsgröße und den klimatischen Bedingungen in mehr oder minder großen Einwanderungswellen frühestens Ende April zu uns. Deren Nachwuchs schlüpft gegen Mitte bis Ende Juli, so dass im Laufe des Sommers sowohl Mittelmeer-Taubenschwänzchen wie auch in Deutschland geborene Tiere auftreten und dabei immer weiter nach Norden wandern. Wie viele Generationen pro Jahr das Taubenschwänzchen in Deutschland ausbildet, ist noch ungeklärt; in Südeuropa sind es immerhin drei bis vier. Die Taubenschwänzchen können bei ihren Wanderungen bis zu 2000 Kilometer zurücklegen. So gelangen sie bis nach Skandinavien.

Flugtechnisch ist das Taubenschwänzchen hervorragend ausgerüstet. Es steht wie ein Kolibri vor den Blüten und gelangt mit seinem langen Rüssel an Stellen, die für andere Arten nicht erreichbar sind. Oft wird es auf Petunien oder Ziertabak beobachtet. Seine Flügel schlagen so schnell, dass sie für das menschliche Auge nicht zu erkennen sind. Wie die meisten Schmetterlinge ernähren sich die Exoten von Blüten- und Fruchtsäften.

Als einzige Schwärmerart überwintern die Taubenschwänzchen als voll entwickelte Schmetterlinge, vertragen allerdings keinen Frost. In den letzten Jahren überwintern immer mehr Taubenschwänzchen auch in einigen milden Regionen Süddeutschlands. Sie legen im März ihre Eier an Labkräutern ab, von denen sich später die Raupen ernähren. Mitte Juni schlüpft dann die erste neue Faltergeneration des Jahres.