Affen im Wasser © dpa
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Badende Makaken sehen nicht nur relaxed aus - sie sind es auch.
Stress, lass' nach!
Japanmakaken senken ihr Stresslevel in heißen Quellen
Nicht nur bei Menschen hilft ein heißes Bad gegen Stress - auch japanische Affen entspannen im warmen Pool.
In der Region Nagano sind die Japanmakaken beim Baden in den dort verbreiteten heißen Quellen zu beobachten. Weil sie sich dabei ähnlich wie sich erholende Menschen verhalten, sind die badenden Affen eine viel gefilmte Touristenattraktion. Bisher wurde jedoch angenommen, die Tiere gingen vor allem zum Aufwärmen an kalten Wintertagen in das warme Wasser. Forscher aus Kyoto entdeckten nun die Entspannung als weiteren Effekt.

Die Wissenschaftler beobachteten im Jahr 2014 ein Dutzend weiblicher Tiere im Affenpark Jigokudani Yaen-Koen und sammelten deren Exkremente. Sie untersuchten darin den Wert der unter Stress produzierten Hormone (Glucocorticoide). Sie fanden heraus: Bei Tieren im Alter zwischen 5 und 24 Jahren lag das Stressniveau nach dem Baden um durchschnittlich 20 Prozent niedriger.

Die Studienautorin Rafaela Sayuri Takeshita will nun weitere positive Effekte des tierischen Spa-Besuchs erforschen. "Wir wollen auch die Auswirkungen der Bäder auf Fruchtbarkeit und Lebensdauer untersuchen", sagte sie.

Glossar
Stress
Für den Stress im Körper sorgt das Hormon Cortisol: Es lässt den Blutdruck steigen, aktiviert die Muskeln und senkt die Reizschwelle der Nervenzellen.