"Supermond" © dpa
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In Asien, Australien und der Westhälfte Nordamerikas wird das Phänomen des Roten Mondes zu sehen sein.
Groß, finster, voll
Der Super-Blau-Blutmond ist ein seltenes Ereignis
Besonders nah an der Erde und indirekt beleuchtet: So kommt es zum Phänomen des "Blutmondes".
In der Nacht des 31. Januars 2018 passiert etwas wirklich Seltenes: Es gibt eine Super-Blau-Blutmondfinsternis. Dabei treffen drei Himmelsereignisse zusammen: Ein Supermond oder auch "Blue Moon" und ein Blutmond. In Europa gab es das zusammen zuletzt im Jahr 1982.

2018 sind zwei totale Mondfinsternisse von der Erde aus zu sehen. Die erste in der heutigen Nacht bleibt allerdings den Himmelsguckern in Deutschland verborgen: Wenn der Mond hierzulande aufgeht, ist die Finsternis bereits weitestgehend vorbei. Die Menschen in Asien, Australien und der Westhälfte Nordamerikas haben da mehr Glück und können sich das Phänomen des Roten Mondes oder Blutmondes anschauen. Zum Blutmond kommt es durch eine Mondfinsternis. Tritt der Mond in den Schatten, den die Erde vor der Sonne erzeugt, so wird er nur noch indirekt beleuchtet: Die Erdatmosphäre bricht dann das Sonnenlicht und lenkt vor allem nur die langwelligen, roten Anteile des Sonnenlichts in den Schattenbereich. So leuchtet der Mond dann in kupferrotem Licht.

Bei einem Supermond kommt der Mond der Erde auf seiner elliptischen Bahn besonders nah, auf nur etwa 360.000 Kilometer Abstand. Der Vollmond erscheint uns auf der Erde dann bist zu 14 Prozent größer und 30 Prozent heller als normal. Die Bezeichnung Blauer Mond (Blue Moon) bürgerte sich ein für den gelegentlich auftretenden zweiten Vollmond binnen eines Monats - der kommende Vollmond ist bereits der zweite in diesem Januar. Mit der eigentlichen Farbe des Mondes hat der Blue Moon aber nichts zu tun. Die zweite totale Mondfinsternis des Jahres findet am 27. Juli statt und ist in Europa, Asien und Afrika zu sehen - und wird dann auch von Deutschland aus zu beobachten sein.

Kaum zu übersehen
Der ersten Supermond 2018 war Anfang des Jahres bei Cordoba in Spanien zu sehen.  © dpa Der ersten Supermond 2018 war Anfang des Jahres bei Cordoba in Spanien zu sehen.
Supermond bei Sonnenaufgang über dem "Valley of the Gods" in Utah.  © dpa Supermond bei Sonnenaufgang über dem "Valley of the Gods" in Utah.
So ein "Riesenmond" kann regelrecht bedrohlich wirken.  © Nasa So ein "Riesenmond" kann regelrecht bedrohlich wirken.

Glossar
Der Mond
Der Mond umkreist unseren Planeten in etwas mehr als 27 Tagen in einer mittleren Entfernung von 384.000 Kilometern.
Glossar
Mondfinsternis
Eine totale Mondfinsternis entsteht, wenn der Mond durch den Erdschatten wandert. Der Mond steht dabei von der Sonne aus gesehen genau hinter der Erde und taucht in ihren Schatten.