Picuti verwies in seinem Plädoyer unter anderem auf den Forscher Enzo Boschi. Der ehemalige Direktor des Nationalen Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) soll vor dem Erdbeben gesagt haben, dass er die Gefahr eines Erdbebens "beiseite schieben" würde. Laut Picuti hätten sich die Einwohner in und um L'Aquila bei einer deutlicheren Warnung besser vor dem Beben schützen können. "Wegen dieses Satzes sind Menschen gestorben", sagte er. Die sechs Forscher und ein Beamter des Katastrophenschutzes hatten demnach lediglich auf die üblichen Sicherheitsvorkehrungen, insbesondere beim Hausbau, hingewiesen.