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Die Themen der Sendung
2. September 2014
Flugzeug Video
Der Landeanflug am Rande von Gebirgen kann tückisch sein
Wellengang in der Luft
Hinter Bergen entstehen gefährliche Luftwirbel
Forscher der Universität Marburg erstellen Vorhersagen für "Mountain Waves". Diese Luftströmungen, die sich an Gebirgen entwickeln, können für Flugzeuge gefährlich werden.
Die Forscher Klaus Ohlmann und René Heise forschen derzeit in Tibet, um auch am höchsten Gebirge der Welt, dem Himalaya, die Entstehung der gefährlichen Luftströmungen vorhersagen zu können. Sie haben bereits Karten und Vorhersagen für Mountain Waves in Europa und Südamerika erstellt.

Die wellenartigen Mountain Waves können bis zu acht Kilometer hoch und zehn Kilometer lang werden. Auf den Wellenbergen entstehen ungewöhnlich geformte Wolken, die Lenticularis. In Bodennähe dagegen bilden sich rotierende Luftwirbel, die Rotoren. Speziell diese können Flugzeuge gefährden.

Info
Extremwetterkongress
Auf dem Extremwetterkongress diskutieren jedes Jahr hunderte Meteorologen über besondere Wettererscheinungen. Am 14. April 2011 haben Klaus Ohlmann und René Heise dort ihre Forschung zu Mountain Waves vorgestellt.
"Hamburger Erklärung"
Seriöse Wettervorhersagen
Mit einer offiziellen Erklärung richten sich Teilnehmer des Extremwetterkongresses 2011 in Hamburg gegen detaillierte Langzeitprognosen für das Wetter. "Wir wollen mit der Erklärung die Seriosität unserer Branche wahren", sagte Meteorologe und Wettermoderator Sven Plöger. Zwar sei es möglich, kurzfristige sehr gute Wetterprognosen zu machen. Konkrete Aussagen über einen Zeitraum von mehr als 15 Tagen an einem bestimmten Ort könnten Meteorologen hingegen nicht leisten. Dies müsse deutlich gemacht werden, sagte der Wettermoderator.
Glossar
Tibet, das Dach der Welt
Tibet ist die Bezeichnung für ein Hochland in Zentralasien. Das Gebiet im Himalaya-Gebirge liegt auf 4500 Metern Höhe und wird deswegen auch "Dach der Welt" genannt.