Die Eisheiligen machen ihrem Namen nicht immer Ehre - zuweilen treten sie mit ungewöhnlich hohen Temperaturen sogar eher als "Schweißheilige" auf. Die Eisheiligen sind Bestandteil des traditionellen Bauernkalenders, aber auch von der modernen Wissenschaft als meteorologische Singularität bestätigt. Damit bezeichnen die Fachleute bestimmte Wetterlagen, die jährlich nahezu um die gleiche Zeit auftreten können, allerdings nicht müssen. Bezeichnend für die Eisheiligen sind eine Kältewelle und Nachtfröste, die Schäden an empfindlichem Saatgut, Keimlingen oder südländischen Topf- und Kübelpflanzen verursachen können. Entsprechend haben sich im Volksmund zahlreiche Bauernregeln dazu entwickelt. Für Gärtner gilt etwa: "Pflanze nie vor der Kalten Sophie". Andere lauten: "Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz" oder "Vor Bonifaz kein Sommer, nach der Sophie kein Frost". Derber klingt es in Bayern und Österreich: "Die Pankrazi, Servazi und Bonifazi sind drei frostige Bazi und zum Schluss fehlt nie die kalte Sophie."