Montag bis Freitag 18.30 Uhr
Kalender
Oktober 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
25
26
27
28
29
30
01
0203040506
07
08
0910111213
14
15
16171819
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01
02
03
04
05
Blick ins Mikroskop Video
Britische Forschungen sorgen für Aufregung (Beitrag vom 16. März 2016)
Bioethische Grenzen
Was darf Forschung und was nicht?
Organhandel, Embryonenschutz, Stammzellforschung und Sterbehilfe werden immer wieder diskutiert. Dabei steht der Deutsche Ethikrat der Politik beratend zur Seite.
Der Deutsche Ethikrat ist ein Sachverständigenrat, der Politik und Gesellschaft in ethischen Fragen berät und informiert. Das im Jahr 2008 als Nachfolger des Nationalen Ethikrats gegründete Gremium soll politische Entscheidungen begleiten und als Dialogforum die öffentliche Debatte voranbringen. Insgesamt sind es 26 Mitglieder, die je zur Hälfte von Bundesregierung und Bundestag vorgeschlagen werden. Die Höchstmitgliedschaftsdauer beträgt acht Jahre.

In der Vergangenheit haben sich die Fachleute immer wieder intensiv mit Fragen nach Lebensrecht, Menschenwürde und dem Umgang der Gesellschaft mit Gendefekten sowie mit gentechnischen Veränderungen befasst. Ein Dauerthema ist die Embryonenforschung.

Streitpunkt Embryonenforschung
Anfang Februar 2016 erst war die ethische Debatte über Eingriffe in die menschliche Keimbahn wieder aufgeflammt, weil die britische Behörde HFEA erstmals einer Forschergruppe erlaubte, gezielt Gene menschlicher Embryonen im Frühstadium zu verändern. In Deutschland stößt das auf Widerstand.

Lange galten Eingriffe in die menschliche Keimbahn weltweit als absolutes Tabu. Denn Manipulationen in Eizellen, Samenzellen oder in Embryos kurz nach der Befruchtung ändern nicht nur das Erbgut des betroffenen Menschen, sondern das Genom sämtlicher Nachkommen. Es handelt sich um einen Eingriff in die Evolution.

Den Wissenschaftlern geht es nach eigener Darstellung um die Frage, welche Gene bei der frühen Entwicklung des Embryos eine entscheidende Rolle spielen. Damit wollen sie nach eigener Darstellung unfruchtbaren Paaren helfen. Das Forschungsteam hat aber keinen Freibrief erhalten: Es darf die Keimbahnmanipulationen nur im Labor durchführen. Die veränderten Embryonen dürfen keiner Frau eingepflanzt werden und müssen nach zwei Wochen zerstört werden.

Mediathek
VideoIm Gespräch: Christiane Woopen
Wir sprechen mit Christiane Woopen, Medizinethikerin und Mitglied des Deutschen Ethikrates.
Mediathek: Gesetzliche Regelungen
VideoSterbehilfe europäisch
Suizidbeihilfe ist in europäischen Ländern ganz unterschiedlich geregelt.
Genmanipulation am Menschen
Maus statt Mensch
Stammzellforscher Tobias Cantz zieht es vor, seine Erkenntnisse erst einmal an Mäusen zu gewinnen.
Links