Blutkonserve
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Die Uniklinik Frankfurt geht sehr sparsam mit Bluttransfusionen um.
Weniger ist mehr
Ärzte wollen weniger Blutkonserven für Operationen nutzen
Die Universitätsklinik Frankfurt hat sich auf die Einsparung von Blutkonserven spezialisiert. Das oberste Ziel im OP: Blutverluste bei Patienten möglichst gering halten.
Anfang 2013 startete das Blut-Management-Programm, bei dem etwa 20 Maßnahmen kombiniert werden. Zum Beispiel werden Patienten vor Operationen auf Blutarmut getestet. Operiert wird erst, wenn der Mangel behandelt ist. Dabei geht es nicht nur um Geld: Die Weltgesundheits-Organisation (WHO) fordert seit Jahren einen bewussten Umgang mit Blutkonserven. Ziel ist auch, Patienten Nebenwirkungen und Folgeerkrankungen zu ersparen, die mit Transfusionen fremden Blutes einhergehen können.

Das Forscherinteresse wird nicht zuletzt durch die demografische Entwicklung verstärkt, denn es wird künftig immer weniger junge und gesunde Spender geben. Gleichzeitig steigt die Zahl der Älteren, die häufiger krank sind und deshalb einen höheren Blutbedarf haben. Ein Defizit würde entstehen, weil mehr Blut benötigt als gespendet wird.

Glossar
Blut
Im Körper eines Erwachsenen zirkulieren fünf bis sechs Liter Blut, was sechs bis acht Prozent des Körpergewichts entspricht. Das Blut übernimmt lebenswichtige Funktionen.