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Silvia Gruhn Video
Silvia Gruhn weiß mit komplexer Mathematik in der Natur umzugehen
Mit Insektenbeinen und Blutfluss zum Gewinn
Heinz-Maier-Leibnitz-Preise 2014 verliehen
Die Kölner Neurobiologin und Mathematikerin Silvia Gruhn ist eine der zehn Trägerinnen des Heinz-Maier-Leibnitz-Preises 2014.
Sie hat im Computer sowohl den Blutfluss im menschlichen Gehirn modelliert als auch die Laufbewegungen von Insekten - und beides will sie nutzen, um Schlaganfallpatienten zu helfen. Die Laufbewegungen sind ähnlich komplex wie die Ableitung von Gehirnsignalen aus 64 Elektroden. "Von jeder Elektrode bekomme ich eine entsprechende Hirnaktivität, die aber nicht nur die Aktivität des darunter liegenden Areals misst, sondern auch die Summe aller anderen Elektroden", schildert sie. "Das müssen wir auseinander dividieren." Das soll helfen, Medikamente besser zu dosieren.

Die Preisträger und ihre Forschung im Überblick
Der Darmstädter Informatiker Eric Bodden (M., mit Forschungsministerin Johanna Wanka und DFG-Präsidenten Peter Strohschneider) untersucht, wie Software schon während des Entwicklungsprozesses mit spezifischen Sicherheitseigenschaften ausgestattet werden kann. Aktuell beschäftigt sich Bodden vor allem mit dem Bereich der Sicherheit von mobilen Apps. Dabei liegt der Fokus auf Smartphones mit dem Betriebssystem Android. © DFG, David AusserhoferLupeEric Bodden
Der Forschungsschwerpunkt des Frankfurter Rechtshistorikers Wim Decock liegt in der Frühen Neuzeit im 16. und 17. Jahrhundert. Seine Studien widmet Decock dabei den Theologen und Juristen der Spätscholastik. Decock hat dazu erstmals ein umfassendes Standardwerk vorgelegt.  © DFG, David AusserhoferLupeWim Decock
Die Münchner Biochemikerin Dorothee Dormann erforscht die Rolle RNA-bindender Proteine auf neurodegenerative Erkrankungen.  © DFG, David AusserhoferLupeDorothee Dormann

Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis wird seit 1977 jährlich an hervorragende junge Forscherinnen und Forscher verliehen - als Anerkennung und zugleich als Ansporn, ihre wissenschaftliche Laufbahn gradlinig fortzusetzen, so die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Die Auszeichnung gelte nicht nur als die wichtigste ihrer Art für den Forschernachwuchs in Deutschland; in einer Umfrage der Zeitschrift "Bild der Wissenschaft" wählten die großen Forschungsorganisationen den Heinz-Maier-Leibnitz-Preis zum drittwichtigsten Wissenschaftspreis in Deutschland überhaupt - nach dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der DFG und dem Deutschen Zukunftspreis des Bundespräsidenten.

Für die diesjährige Preisrunde waren 147 Kandidatinnen und Kandidaten aus allen Fachgebieten vorgeschlagen worden. Von den nominierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kamen 53 in die engere Wahl, aus der der Auswahlausschuss schließlich die zehn Preisträgerinnen und Preisträger bestimmte.

Der Preis ist benannt nach dem Atomphysiker und früheren DFG-Präsidenten Prof. Heinz Maier-Leibnitz, während dessen Amtszeit von 1974 bis 1979 er aus der Taufe gehoben und erstmals vergeben wurde.

Glossar
Schlaganfall
Etwa 20 Prozent aller Schlaganfälle werden nach Angaben der Deutschen Schlaganfallhilfe durch eine geplatzte Arterie im Hirn ausgelöst.
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