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Die Themen der Sendung
21. Oktober 2014
Protestbrief Video
Protest am "Human Brain Project" könnte dazu führen, dass weniger Geld fließt
Gegenwind für das "Human Brain Project"
Mehr als 500 Forscher unterzeichen Brief an die EU
Mehr als 500 Neurowissenschaftler haben ihre Zweifel am "Human Brain Project" in einem offenen Brief an EU-Kommission zum Ausdruck gebracht.
Sie fordern, das milliardenschwere von der Europäischen Kommission geförderte Projekt zu überprüfen. "Unser Wissen über die Funktionsweise des Gehirns ist noch so rudimentär, dass ich es für absolut ausgeschlossen halte und sehr unrealistisch, dass in absehbarer Zeit, auch nur annährend die Funktionsweise eines Gehirns auf dem Computer simuliert werden kann", sagt der Neurobiologe Christian Steinhäuser von der Uni Bonn.

Mediathek: Beiträge zum Human Brain Project
<b>Gehirn in 3D soll individuelle Therapien erlauben</b> - Hirnforscher, Ärzte, Informatiker, Physiker und Mathematiker wollen das menschliche Gehirn von den Molekülen bis zu ganzen Hirnregionen auf einem Supercomputer simulieren. <br /> (nano-Beitrag vom 27. Januar 2014)VideoGehirn in 3D soll individuelle Therapien erlauben - Hirnforscher, Ärzte, Informatiker, Physiker und Mathematiker wollen das menschliche Gehirn von den Molekülen bis zu ganzen Hirnregionen auf einem Supercomputer simulieren.
(nano-Beitrag vom 27. Januar 2014)
<b>Drittmittel gesucht</b> - Mit dem angekündigten Aus der EU-Mittel für Schweizer Forschungsprojekte beginnen sich Schweizer Forscher umzusehen, woher ihr Forschungsgeld in Zukunft kommen könnte. <br />(nano-Beitrag vom 4. März 2014)VideoDrittmittel gesucht - Mit dem angekündigten Aus der EU-Mittel für Schweizer Forschungsprojekte beginnen sich Schweizer Forscher umzusehen, woher ihr Forschungsgeld in Zukunft kommen könnte.
(nano-Beitrag vom 4. März 2014)

Hirnforscher, Ärzte, Informatiker, Physiker und Mathematiker wollen das menschliche Gehirn von den Molekülen bis zu ganzen Hirnregionen auf einem Supercomputer simulieren. Das europäische "Human Brain Project" soll den Forschern Untersuchungen und Experimente an einem virtuellen Gehirn auf Superrechnern ermöglichen, die am lebenden Objekt aus praktischen oder ethischen Gründen nicht möglich wären.

Dabei soll das virtuelle Gehirn es Medizinern künftig erleichtern, die Struktur und Arbeitsweise des gesunden, aber auch des erkrankten Gehirns zu verstehen. In einem weiteren Schritt wollen die Forscher individuell zugeschnittene Behandlungen für Erkrankungen wie Demenz, Depression, Sucht oder Parkinson entwickeln.

Das Gesamtbudget für das Projekt wird auf mehr als eine Milliarde Euro veranschlagt. Aus Deutschland sind verschiedene Partner beteiligt - unter anderem soll die Simulation des Projekts auf Supercomputern im Jülicher Forschungszentrum erfolgen.

Auch die USA investieren in Hirnforschung
Auch US-Präsident Barack Obama hat ein riesiges Forschungsprojekt zur Untersuchung des menschlichen Gehirns angekündigt. 2014 wolle seine Regierung 80 Millionen Euro in ein entsprechendes Vorhaben investieren, sagte er. Nach den Worten des Präsidenten könnte die Initiative dazu führen, die Ursachen bislang unheilbarer Krankheiten wie Alzheimer und Epilepsie zu entdecken und mögliche Heilungsmethoden aufzuzeigen.

Ziel des auf Jahrzehnte angelegten Projekts mit dem Namen "Brain Initiative" sei die Erstellung einer Aktivitätskarte, die die Abläufe des Gehirns kartieren und die Funktionsweise der Nervenzellen aufschlüsseln soll. Ähnlich wie das Humangenomprojekt in den 1990er Jahren solle auch die Brain Initiative der US-amerikanischen Wirtschaft zugutekommen. "Jeder Dollar, den wir investiert haben, um das menschliche Genom zu entschlüsseln, hat unserer Wirtschaft 140 Dollar zurückgegeben", so Obama.

Gast
VideoZum Thema sprach nano am 10. Juli 2014 mit dem Neurowissenschaftler Prof. Andreas Herz von der Uni München.
Die Schweiz macht dicht
"Eine Katastrophe"
"Das ist eine Katastrophe für eine Hochschule, die vom Austausch von Studenten und Forschern profitiert", sagt der Zürcher Forscher Roland Siegwart.
Interaktiv
Zwei Hälften, ein Denken
Unser menschliches Gehirn hat drei Hauptstrukturen: den Hirnstamm, das Kleinhirn sowie das Großhirn, das aus zwei Hälften mit unterschiedlichen Funktionen besteht.
Europa forscht
Flagschiffe
Das europäische Großprojekt "Human Brain" ist eines von zwei Forschungsvorhaben, die von der EU zu Jahresbeginn als Flaggschiffe der Spitzenforschung ausgewählt worden waren. Das zweite Programm befasst sich mit der Erforschung des auf Kohlenstoff basierenden Werkstoffs Graphen, der zu den härtesten und belastbarsten Materialien der Welt gezählt wird.
"Big Brain"
Einblicke ins Gehirn
"Wir sehen bis in den letzten Winkel des Gehirns", sagt die Neurowissenschaftlerin Prof. Katrin Amunts über den 3D-Gehirnatlas "Big Brain".
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