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Künstliche Hornhaut Lupe
Die künstliche Hornhaut muss anwachsen, aber gleichzeitig lichtdurchlässig sein
Künstliche Hornhaut schenkt Augenlicht
Implantat könnte Ersatz für Spendergewebe sein
Dr. Joachim Storsberg vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung ( IAP) hat eine künstliche Augenhornhaut entwickelt.
"Wir entwickeln zwei unterschiedliche künstliche Hornhäute. Eine davon können wir als einfachen Transplantatersatz den Patienten einsetzen, die eine Spenderhornhaut gut vertragen, aber wegen des großen Mangels keine erhalten", sagt Storsberg. Basis von des Implantats ist ein Polymer, das Wasser gut aufnehmen kann. Storsberg und sein Team haben das ursprüngliche Material mit einer neuen Oberflächenbeschichtung versehen: Den Rand haben die Wissenschaftler chemisch so verändert, dass er etwas hydrophober, also wasserabstoßender ist und Zellen darauf anwachsen können. Nur so verbindet sich das Implantat mit dem umgebenden Gewebe und erhält Stabilität.

Auch bei der zweiten künstlichen Hornhaut ist es den Forschern gelungen, das Material biologisch kompatibel zu machen. Hierfür veränderte Storsberg das Ausgangsmaterial Polyvinylidendifluorid, indem er das Fluorkunststoffgewebe mit einem reaktiven Molekül beschichtete. Dadurch konnte der Rand des Implantats fest mit der natürlichen Hornhaut verwachsen, während die innere Optik aus Silikon frei von Zellen und somit klar blieb.

Ursache für eine defekte Hornhaut sind oftmals Unfälle wie Verätzungen, chronische Entzündungen, fehlende Limbusstammzellen im Auge und Krankheiten wie Keratokonus, bei der sich die Hornhaut ausdünnt und kegelförmig vorwölbt. Den Betroffenen hilft nur noch eine Spenderhornhaut. Allein in Deutschland warten 7000 Menschen auf dieses rettende Gewebe, das jedoch wie alle Spenderorgane Mangelware ist.

Stent aus Biomaterial
Kunststoff statt Metall
Mediziner in Mecklenburg-Vorpommern haben erstmals einem Patienten eine selbstauflösende Gefäßstütze in eine verengte Herzkranzarterie implantiert.