Montag bis Freitag 18.30 Uhr
Kalender
November 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
30
31
01
0203
04
05
0607080910
11
12
1314151617
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
01
02
03
Grafik Video
Unsere Reaktionen auf Reize wie Lärm waren früher überlebenswichtig
Das Lärmhormon
Cortisol und Adrenalin können krank machen
Der Körper schüttet bei mehr als 60 Dezibel die Stresshormone Adrenalin und Cortisol aus, die die Herzfrequenz beschleunigen, die Pupillen erweitern und den Blutdruck erhöhen.
Die "Lärmschwerhörigkeit" ist nach wie vor die häufigste anerkannte Berufskrankheit, wie der Verband Deutscher Betriebs- und Werksärzte am 18. April 2013 mitteilte. Die Anzeigen auf Verdacht wegen Lärmschwerhörigkeit seien konstant: Nach den letzten aktuellen Zahlen von 2014 waren es 11-700, etwa die Hälfte davon wird als Berufskrankheit anerkannt. In Deutschland seien vier bis fünf Millionen Beschäftigte an ihrem Arbeitsplatz gesundheitsgefährdenden Lärmbelastungen ausgesetzt.

Nicht nur Beschäftigte in der Industrie und im Bauwesen seien gefährdet, hieß es. Auch moderne Bürokonzepte, darunter die Tendenz zum Großraumbüro, trieben diese Entwicklung weiter voran, warnte der Verband.

Den Angaben zufolge kann die Lautstärke im Büro auch unterhalb der üblichen Richtwerte zu Belastungen führen. So schädigten zwar Geräusche in Gruppen- und Großraumbüros nicht das Gehör, sie könnten aber dennoch ernsthafte Folgen haben. Gerade bei Arbeiten, die Konzentration, Kreativität und Genauigkeit erforderten, rufe die Geräuschkulisse im Büro oft Stressreaktionen hervor, die sich negativ auf die Leistung und das psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter auswirken.

Interaktiv
Lärm im Alltag
In der Nähe einer Autobahn treten 80 Dezibel auf. Ab 115 Dezibel wird Lärm als schmerzhaft empfunden, bei 120 Dezibel können bereits nach kurzer Einwirkung Hörschäden auftreten.
Glossar
Lärm
Mit Abstand am meisten Krach mache in Deutschland der Straßenverkehr. Vor allem die Lastwagen seien laut, sagt Lärmforscher Michael Jäcker-Cüppers.