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Manche Ärzte glauben, dass es zu viele Eingriffe an der Wirbelsäule gibt
"Nicht sinnvoll"
Studien kritisieren Eingriffe an der Wirbelsäule
80 Prozent der Rückenoperationen wie Kyphoplastie und Vertebroplastie sind "medizinisch nicht sinnvoll", hat eine Studie der Techniker-Krankenkasse ergeben.
Bei den beiden verwandten Verfahren stabilisieren Ärzte Brüche in Wirbelknochen mit Biozement. "Ein operativer Interventionsbedarf besteht bei den osteoporotischen schmerzhaften Wirbelköperfrakturen nur in wenigen Fällen", sagt der Heidelberger Osteologe Prof. Christian Kasperk. "In mehr als 50 Prozent der Fälle klingen die Schmerzen bei einer osteoporotischen Wirbelkörperfraktur in zwei bis vier Wochen ab, so dass man sich auf medikamentöse Maßnahmen beschränken kann."

Literatur
Buchbinder R et al (2009) A randomized trial of vertebroplasty for painful osteoporotic vertebral fractures. N Engl J Med 361: 557 - 568