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Sendung
19. Juni 2013
  • Neue Kriterien für Arzneimittelversuche
  • Merkmale des "Bösen"
Patient liest Beipackzettel Video
Risiko und Nebenwirkung: Angst, Unsicherheit und sich dazu noch krank fühlen
Beipackzettel können krank machen
Jeder vierte leidet unter den passenden Symptomen
Jeden vierten plagen nach der Lektüre des Beipackzettels die geschilderten Nebenwirkungen, obwohl sie ein Scheinmedikament bekommen.
Dies gelte auch bei einem Empfängnisverhütungsmittel für den Mann, sagt der Münsteraner Reproduktionsmediziner Prof. Michael Zitzmann. Marburger Wissenschaftler haben gezeigt, dass es bei der Hormontherapie gegen Brustkrebs nicht anders sei.

Angstgefühle tragen nicht zur Gesundung bei
Beipackzettel lösen bei Patienten zudem Angst, Zweifel, Unsicherheit und Unzufriedenheit aus. "Das sind keine Emotionen, die einer Gesundung dienen", kommentiert der Wittener Allgemeinmediziner Dr. Stefan Wilm: "Im Ergebnis nehmen einige Patienten die Tabletten dann schlicht nicht, andere versuchen sich im Internet, in Büchern oder sonstwo schlau zu machen."

Beipackzettel verfehlen damit ihr Ziel, meint die Wuppertaler Pharmakologin Prof. Petra Thürmann: "Es gibt gesetzliche Vorgaben für Beipackzettel und die Arzneimittelhersteller wollen sich gegen Klagen absichern. Das alles führt zu Texten, die kein Patient versteht."

Placebos
Tiefenwirkung im Gehirn
Placebos aktivieren im Gehirn den präfrontalen Kortex und das anteriore Cingulum, dieselbe Regionen wie echte Arzneien, sagt Paul Enck.
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