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Mann und Kater Video
Einen Kater bekämpft man mit Mineralwasser und einem "Katerfrühstück".
Ein Kater kommt nicht vom Durcheinander
Kopfschmerz durch Salzmangel und Fuselalkohole
Durcheinander trinken führt zum Kater, weil der neue Geschmacksreiz uns mehr trinken lässt - die Reihenfolge ist dabei egal.
Für den Schmerz sorgen Fuselöle. Hinzu kommt der Mangel an Wasser und Mineralstoffen. Besonders heftig wirken auch kohlensäurehaltige oder auch warme, zuckerreiche Getränke wie Punsch und Liköre, bei denen der Alkohol besonders schnell in der Blutbahn zirkuliert. Sauerstoffmangel in überfüllten Räumen kann einen heftigen Kater noch fördern.

Alkohol wird vom Körper zwar schnell aufgenommen, aber nur langsam abgebaut. Ein 80 Kilogramm schwerer Mann benötigt etwa zweieinhalb Stunden, um 20 Gramm Alkohol abzubauen. Das entspricht einem halben Liter Bier, einem Viertelliter Wein oder drei Gläsern Schnaps. Frauen brauchen für die gleiche Menge drei Stunden.

Mehr Fuselöle: Weißbier macht schlimmeren Kater
"Weizenbier macht einen größeren Kater als Pilsner oder Export", behaupten Wissenschaftler der Fachhochschule Münster in einer Studie. Professor Günter Lieck vom Fachbereich Chemieingenieurwesen der Fachhochschule hat die Fuselöle im Bier als Übeltäter ausgemacht. Sie werden im menschlichen Körper zu Giftstoffen abgebaut, die am Tag nach dem Genuss schon so manchen fröhlichen Zecher zur jämmerlichen Gestalt degradierten. Die Gifte vermindern die Herzleistung und können zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff führen.

Weizenbier hat wie alle obergärigen Biere generell mehr Fusel als die meisten Pils-Marken. Ein besonders in Studentenkreisen beliebtes Günstig-Pils allerdings kam mit 121,48 Milligramm Fusel pro Liter auf ähnlich hohe Werte. Die meisten Pils-Biere lagen deutlich darunter. Auch andere Bierarten wie Export, Lager oder das bayerische "Helle" kamen kaum auf die Fuselwerte der bayerischen Weißbier-Spezialitäten - mit Ausnahme eines Düsseldorfer Altbieres, das auch einen Wert um 100 erreichte.

Fettreiches Essen schafft gute Grundlage für Party
Damit der Verdauungstrakt nicht überstrapaziert wird und der Kopf nicht zu sehr schmerzt, raten Ernährungsexperten vor dem Feiern zu einem fett- oder kalorienreichen Essen. Keinesfalls sollte Alkohol auf leeren Magen getrunken werden. Nudelgerichte, Thunfisch in Öl oder Eierspeisen eignen sich gut als Grundlage.

Mit einem vollen Magen wird man allerdings nicht weniger betrunken - nur nicht ganz so schnell: Die Aufnahme des Alkohols bei einem vollen Magen erfolgt insgesamt langsamer; die Alkoholmoleküle können so vom Blut nicht so schnell aufgenommen werden. Der Alkoholspiegel im Blut fällt jedoch gleich aus.

Auf der Party gilt dann die Faustregel: Auf jedes alkoholische Getränk folgt ein Glas Mineralwasser. Das reduziert die Alkoholaufnahme und der Körper trocknet nicht aus. Zwischendurch sind mineralstoffreiche Snacks wie Nüsse, Käsehappen, Leberwurstbrötchen oder eine kräftige Suppe empfehlenswert, die den vom Alkohol ausgeschwemmten Mineralstoffspeicher wieder auffüllen.

Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen am nächsten Morgen mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel aufwacht, bekämpft die Beschwerden am Besten mit reichlich Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen und einem sauer-salzigen und wasserreichen "Kater-Frühstück". Weit empfehlenswerter als Kopfschmerzmittel sind ein herzhafter Sauerkrauteintopf, Bratheringe, Salzgebäck und saure Gurken. Das darin enthaltene Salz hilft, den Mineralhaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Und ein Spaziergang an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung.

Die Frage
"Wie kommt es, dass man stärkere Kopfschmerzen bekommt, wenn man verschiedene Alkoholsorten mischt, als wenn man bei einer bleibt? Und was ist dran an dem Spruch: 'Bier auf Wein, das lass sein; Wein auf Bierm das rat' ich Dir?'" (Frage von Oliver Viergutz)
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Glossar
Ethanol (C2H5OH) - der Alkohol lässt sich trinken
Der berauschende Bestandteil alkoholischer Getränke ist Ethanol (C2H5OH). In kleineren Mengen wirken alkoholische Getränke anregend, in größeren berauschend.
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