Andere große Krankenkassen wie die Barmer GEK und die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) wollen ihren Mitgliedern erst 2013 gesonderte Informationen und einen Spenderausweis zuschicken. Die AOK will gegen Jahresende in einigen Regionen beginnen. Der Grund: die Verunsicherung, die die Organspendeskandale in Regensburg, Göttingen und München bei der Bevölkerung ausgelöst haben. Dort waren Daten manipuliert worden, um gezielt die Chancen von Patienten auf der Warteliste zu verbessern. Deutschlands größte Betriebskrankenkasse, die Siemens BK, hatte im Sommer die geplante Versorgung ihrer eine Million Versicherter mit Organspendeausweisen gestoppt.