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Sendung
20. Juni 2013
Patient Video
Schlafentzug wirkt bei Depressionen im Gehirn gelegentlich auch heilsam
Heilsamer Schlafentzug
Wach halten kann gegen Depressionen helfen
Eine Innere Uhr, die wieder in den Takt gerät, oder mehr Adenosin-Rezeptoren könnten Schlafentzug gegen Depressionen wirken lassen, vermuten Forscher.
In Therapien könne ein kontrollierter Schlafentzug die Stimmung der Patienten sogar kurzfristig stark verbessern, sagt der Leipziger Psychiater Ulrich Hegerl. Im Schlaflabor werden die Betroffenen dazu nach wenigen Stunden geweckt und bis zum nächsten Abend wach gehalten. Damit unterbrechen die Forscher den gestörten Nachtschlaf der Depressiven und verhindern, dass sie stundenlang wach liegen. Am nächsten Tag fühlten sie sich deshalb deutlich besser. Ein Ziel der Forschung sei es nun, den positiven Effekt des Schlafentzugs dauerhaft zu erhalten, sagte Schlafforscher Axel Steiger vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München.

Schlafstörungen seien ein häufiges Symptom bei Depressiven, sagte Steiger. Auch das Fehlen von Emotionen und Appetit kann laut Psychiater Hegerl auf eine Erkrankung hinweisen. Einen bestimmten Auslöser wie Stress gibt es ihm zufolge nicht. "Das Leben bietet ununterbrochen Gelegenheiten, depressiv zu werden", sagte der Experte.

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