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Sendung
20. Juni 2013
Mann am Fenster Lupe
Schlaflos durch die Nacht - viele machen den Fehler, sich extra zu aktivieren
Riten und Regeln
"Schlafhygiene" hilft gegen eine unruhige Nacht
"Einschlafrituale sind wichtig", sagt die Hamburger Schlafmedizinerin Dr. Britta Tiburtius. Es gebe einige Tipps, um gut und regelmäßig einzuschlafen.
Zur wichtigen "Schlafhygiene" zähle, nachts nicht auf den Wecker zu schauen, sagt auch die Münchner Schlafforscherin Dr. Renate Wehrle. Außerdem sollten die von Schlafstörungen Geplagten sich nicht hinlegen, in der Hoffnung dann insgesamt länger schlafen zu können. "Sinnvoller ist es, kürzer ins Bett zu gehen", sagte Riemann.

Weitere Tipps zur Schlafhygiene:

  • regelmäßige Aufsteh- und Bettzeiten einhalten und von diesen nicht mehr als 30 Minuten abweichen
  • Nickerchen, die länger als 20 Minuten dauern, tagsüber vermeiden
  • kein Mittagsschlaf nach 15 Uhr
  • nur so lange im Bett liegen, wie die mittlere Schlafdauer der Vorwoche währte; Richtlinie sind sieben Stunden Schlaf
  • kein Alkohol drei Stunden vor dem Zubettgehen
  • kein Kaffee vier bis acht Stunden vor der Nachtruhe
  • nach 19 Uhr nicht rauchen
  • drei Stunden vor der Schlafenszeit nicht mehr viel essen oder trinken
  • nichts essen, wenn man nachts aufwacht
  • nach 18 Uhr keine körperliche Anstrengung
  • angenehme Schlafumgebung; das Schlafzimmer sollte nicht auch als Arbeitszimmer herhalten
  • kein helles Licht, wenn man wach wird
  • kein Fernsehen im Bett
  • ausreichend Zeit zwischen Alltag und Schlaf
  • regelmäßiges Ritual vor dem Zubettgehen
  • nicht auf die Uhr gucken, wenn man nachts aufwacht

Nach einem heißen Bad entspannt ins Bett
Frau in der Badewanne Video
Nach einem heißen Bad sinkt die Temperatur - und das Einschlafen fällt leichter
"Wenn die Temperatur absinkt, fällt es uns leichter einzuschlafen", sagt Wehrle. Ein heißes Bad helfe darum. Bei der Behandlung von Ein- und Durchschlafstörungen (Insomnie) spielten verhaltenstherapeutische Maßnahmen eine ganz große Rolle, sagte der Freiburger Psychologe Prof. Dieter Riemann. Während nach dem Absetzen von Medikamenten Schlafstörungen wiederkehrten, könnten therapeutische Maßnahmen langfristig wirken. Ein wichtiges Mittel hierbei ist nach Angaben Prof. Göran Hajaks (Regensburg) die Stimuluskontrolltherapie. "Dazu gehört, dass der Patient sich nur bei Müdigkeit hinlegt und nicht länger als eine Viertelstunde wach im Bett liegen bleibt", erläuterte Hajak.

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