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Frau meditiert Video
Forscher kommen langsam dahinter, warum Meditation gegen Stress hilft
Den Stress aus dem Körper meditieren
Hormone senken den Blutdruck und den Atem
Meditation setzt körpereigenes Morphium frei - und das senkt über Stickstoffmonoxid Herz sowie Atemfrequenz als auch den Blutdruck.
"Stickstoffmonoxid weitet die Gefäße, senkt damit den Blutdruck", erläutert der Coburger Entspannungsforscher Prof. Tobias Esch. Anschließend verringert es den Spiegel von Stresshormonen wie Dopamin und Noradrenalin.

Diese werden allerdings zu Beginn der Meditation zunächst verstärkt ausgeschüttet. "Die Bedeutung könnte sein, dass für einen kurzen Moment die Aufmerksamkeit besonders hochgefahren wird." Der Meditierende prüfe, ob es der richtige Moment sei, "in die innere Versenkung zu gehen".

Meditation verschafft uns beruhigende Gehirnwellen
Der Neurowissenschaftler Dr. Ulrich Ott geht davon aus, dass mystische Meditationszustände von schnellen Hirnfrequenzen zwischen 30 und 80 Hertz, den Gamma-Wellen, begleitet sind. Manche Änderungen im Gehirn werden sogar dauerhaft, hat Prof. Richard Davidson von der Universität von Wisconsin in Madison herausgefunden. Acht tibetische Mönche waren dem Ruf des Dalai Lama eigens für dieses wissenschaftliche Projekt in das Forschungszentrum gefolgt.

"Bei Menschen, die seit vielen Jahren meditieren, erhalten wir im EEG eine erhöhte Aktivität im Gammaband bei 40 Hertz und eine Zunahme der Hirnaktivität durch Synchronisation der Hirnareale", sagt der Münchner Sportwissenschaftler Prof. Kurt Weis. Das könne ein umfassendes Wohlgefühl auslösen. Langsame Theta-Wellen bei Meditierenden gelten schon seit langem als Zeichen von tiefer Ruhe und Frieden im Bewusstsein.

Die bewusstseinserweiternde Wirkung von Atemübungen wurde bereits von Stan Grof in den 1960er Jahren in Kalifornien erforscht. "Holotrophes Atmen" nannte der Forscher, die von ihm untersuche Therapieform, die vielen indischen Atemtechniken ähnelt und auch in den Zentren der "Art-of-Living"-Bewegung angewendet wird.

Mehr graue Zellen durch Entspannungsübungen
Mönche meditieren Video
Training für das Gehirn
Meditation verändert das Gehirn vor allem im Bereich des Hippocampus, hat die Gießener Psychologin Britta Hölzel herausgefunden. Der Hippocampus ist fürs Lernen zuständig und verarbeitet Gefühle. Das Nervengewebe erholt sich durch Meditation von Stress, schildert sie. "Mit Medition nehmen bestimmte Bereiche im Gehirn an grauer Substanz zu." Zudem würden die Verbindungsstellen im Gehirn in der weißen Substanz gestärkt.

Interaktiv
Zwei Hälften, ein Denken
Unser menschliches Gehirn hat drei Hauptstrukturen: den Hirnstamm, das Kleinhirn sowie das Großhirn, das aus zwei Hälften mit unterschiedlichen Funktionen besteht.
Glossar
Stress
Für den Stress im Körper sorgt das Hormon Cholesterol: Es lässt den Blutdruck steigen, aktiviert die Muskeln und senkt die Reizschwelle der Nervenzellen.
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