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Wikipedia-Logos © dpa Video
Das Online-Lexikon Wikipedia hat seinen Platz in der Gesellschaft gefunden
Wikipedia
30 Millionen Artikel in 280 Sprachen weltweit
Am 15. Januar 2001 startete die erste Version von Wikipedia in den USA. Seitdem sind bis Ende 2013 weltweit 30 Millionen Artikel in 280 Sprachen entstanden.
Das Grundprinzip der Wikipedia, das immer noch gilt, hat von Anfang an Kritik an dem Lexikon hervorgerufen. Es wurden zudem viele Fälle bekannt, in denen bewusst falsche Informationen in die Texte eingeschleust wurden.

Der Erfolg gibt dem Gründer Jimmy Wales bislang recht. Der Lexikon-Vorgänger "nupedia", der noch auf wissenschaftlich strenge Kontrolle der Artikel setzte, wurde nach wenigen Jahren abgeschaltet. Die Wikipedia zog hingegen immer mehr Autoren an. Mehr als eine Million waren im Januar 2011angemeldet.

Spenden finanzieren das Gratis-Projekt im Netz
Der Dankbarkeit ihrer Nutzer über so viel zusammengetragenes Wissen konnte sich Wikipedia auch bei der Spendenkampagne Ende 2010 sicher sein. Allein in Deutschland sammelte der Verein Wikimedia zwei Millionen Euro ein, dreimal so viel wie im Jahr zuvor. Über die weltweit gespendeten 16 Millionen Dollar freute sich Jimmy Wales anlässlich des zehnjährigen Bestehens 2011.

Jeden Tag kommen 400 neue Texte hinzu. Schon seit Jahren gibt es aber erbitterte Debatten darüber, ob bestimmte Themen überhaupt "enzyklopädisch relevant" sind. Letztendlich entscheiden darüber die 300 Administratoren. Sie werden von der Wikipedia-Community gewählt und haben besondere Rechte, darunter auch das Löschen von Artikeln.

Anders als in den Anfangstagen ist es inzwischen wesentlich schwieriger, als Einsteiger neue Inhalte beizutragen. In vielen Diskussionen hat sich ein Regelwerk herausgebildet, das ein Gelegenheitsautor kaum beherrschen kann. Der Frust, wenn ein mühsam erstellter Beitrag gleich wieder von den "Platzhirschen" gelöscht wird, ist daher groß. Für Soziologen ist die Wikipedia ein spannendes Experiment darüber, wie sich Internetgemeinden rund um ein gemeinsames Ziel organisieren und wie sich Hierarchien und Führungsstrukturen trotz eines demokratischen Grundansatzes herausbilden.

Dabei wird häufig übersehen, dass das Wikipedia-Programm in erster Linie eine soziale Software ist und ebenso wie Facebook und Twitter zu den "Social Media" zählt. Wer sich in dem Lexikon viel engagiert und konstruktiv mitarbeitet, hat eine größere Reputation und erzielt mit seiner Meinung ein größeres Gewicht. Eine gewisse Ausdauer ist Voraussetzung, um über Wochen und Monate zu diskutieren, ob beispielsweise der Wiener Aussichtsturm ein Fernsehturm ist oder nicht. Wie wichtig das Soziale ist, zeigen auch die vielen Wikipedia-Stammtische, die es bundesweit gibt.

Glossar
Wikis - Wissen sammeln
Wikis sind Websiten, die jeder Benutzer ohne großen Aufwand bearbeiten kann. Alles was er dafür braucht, ist ein Browser.
Glossar
Wikileaks
Die Betreiber des Internetportals Wikileaks wollen brisante Dokumente aus anonymen Quellen öffentlich zugänglich machen.
Wikipedia und PR
Die Meinungsmacher
Die Online-Enzyklopädie Wikipedia kämpft gegen bezahlte Manipulationen von Artikeln. So sperrte sie Ende 2013 mehr als 250 Nutzerprofile, wie es im Wikipedia-Blog hieß.
Wiki-Watch
Informationshüter
Das Wiki-Watch-Projekt schaut den Autoren der Online-Enzyklopädie auf die Finger. Entstanden ist ein umfassendes Angebot, das den kritischen Blick auf die Qualität der Artikel fördert. Wiki-Watch funktioniert wie eine parallele Ausgabe der Wikipedia. Das seit Oktober 2010 betriebene Projekt ermöglicht die Suche nach einem beliebigen Lexikonartikel, zeigt dann aber zusätzliche Informationen an: etwa Bewertungen mit bis zu sechs Sternen, die Zahl der Autoren, die an dem Beitrag mitgearbeitet haben, und die Anzahl der Bearbeitungen. Als unsicher eingestufte Informationen werden farbig markiert. Derzeit ist das Portal noch eine Betaversion und damit in der Testphase.