Wegener nahm zwischen 1906 und 1930 an vier Expeditionen nach dem von kilometerstarken Eis bedeckten Grönland teil. Die vierte Grönlandreise Alfred Wegeners, die ein Höhepunkt seiner Polarforschungen werden sollte, stand trotz bester Vorbereitungen von Anfang an unter einem unglücklichen Stern. Das Frühjahr 1930 kam spät an der grönländischen Westküste. Erst Mitte Juni begann das Eis aufzubrechen. Dadurch verzögerte sich die Landung um 38 Tage. Die Weststation konnte wegen der Schwierigkeiten, die Ausrüstung auf das Inlandeis hinaufzuschleppen, erst viel später als erwartet in Betrieb genommen werden. Die Station "Eismitte" war wegen des Ausfalls der Motorschlitten nicht so versorgt wie geplant. Auch an der Oststation gab es wegen Vereisung Terminschwierigkeiten. Die Expedition hatte alle Mühe, die Anlage noch vor Einbruch des Polarwinters Ende September herzurichten.