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Maus Lupe
Die Zahl der Tierversuchsgegner ist groß, vor allem bei denen für Kosmetika
Tierversuche
Zahl der Tierversuche sinkt nur in der Schweiz
2013 wurden in Deutschland drei Millionen Wirbeltiere für Versuche und andere wissenschaftliche Zwecke eingesetzt. 90 Prozent davon waren Nagetiere: Mäuse und Ratten.
Mit 422.000 Versuchstieren belegt Berlin bei Tierversuchen nach den jüngsten Zahlen des zuständigen Landwirtschaftsministeriums bundesweit einen Spitzenplatz. Ein Grund ist, dass in der Hauptstadt besonders viel biomedizinische Grundlagenforschung betrieben wird.

Fast drei Viertel der Tiere dienten der Erforschung von Krankheiten. Zur Herstellung von Waffen, Munition, Tabakerzeugnissen, Waschmitteln oder Kosmetika sind Tierversuche in Deutschland verboten.

Tierversuche müssen begründet und genehmigt sein
Nach dem deutschen Tierschutzgesetz muss jeder Tierversuch wissenschaftlich begründet und von der zuständigen Behörde genehmigt werden. "Tierversuche sind auch heute zur Erforschung sämtlicher relevanter Krankheiten unerlässlich, weil der medizinische Fortschritt und der Erkenntnisgewinn nicht stehen bleiben", erklärt der Tierarzt Dr. Roland Jung, der an der Technischen Uni Dresden für die Versuchstiere zuständig ist. Man könne nicht auf einem Stand von vor 20 Jahren stehen bleiben und etwa Insulin bei Diabetikern substituieren, ohne dies getestest zu haben. "Heute gibt es Versuche, um im therapeutischen Bereich viel weiter zu kommen und wirklich zu heilen. Das kann man nicht einfach am Patienten ausprobieren."

197.867 Versuchstiere in Tierversuchen verzeichnet die Statistik für 2007 für Österreich. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das eine Steigerung von 7746 Versuchstieren (4,07 Prozent), die auf die verstärkte Forschungstätigkeit vor allem bei den Lebenswissenschaften zurückzuführen ist, wie das Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung mitteilt.

In der Schweiz ist 2012 die Zahl der in Tierversuchen verwendeten Tiere um 8,4 Prozent auf 606.434 gesunken. Stark abgenommen haben auch die "schwer belastenden Versuche", die in den Vorjahren noch angestiegen waren und nun bei 1,9 Prozent liegen.

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Für die Wissenschaft
2,9 Millionen Wirbeltiere wurden 2011 in Deutschland für Tierversuche und andere wissenschaftliche Zwecke verwendet. Damit stieg die Zahl um 1,9 Prozent. (Beitrag vom 2. Juli 2010)
Tierversuche
Unattraktive Alternative
Für viele Forscher sei es nicht attraktiv, Alternativen zu Tierversuchen zu entwickeln, meint der Biologe Roman Kolar.
Kritik an Tierversuchen
Die Maus ist kein Mensch
"Eine armselige Übereinstimmung" gebe es zwischen den genetischen Reaktionen einer Maus und eines Menschen, sagen Forscher um Junhee Seok von der Uni Stanford.
Zebrabärblinge
Fischeier statt Tierversuche
Forscher um die Ökotoxikologin Martina Fenske wollen viele andere Tierversuche durch Tests an Eiern des Zebrabärblings ersetzen.
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