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X- und y-Chromosom © Nature
X und y - das kleinere trägt die Gene, die einen Mann zum Mann machen
Der Sex-Test - Sportler beweisen ihr Geschlecht
Sex-Tests hatte das Internationale Olympische Komitee ursprünglich 1968 verbindlich eingeführt. Seit den Sommerspielen 2000 in Sydney sind die umstrittenen Geschlechtstests nicht mehr verpflichtend.
Auch der Leichtathletik-Weltverband IAAF nimmt laut Sprecher Nick Davies seit 1992 kein Tests mehr vor. Normalerweise weisen Frauen zwei X-Chromosomen (XX) in ihren Zellen auf, Männer ein X- und ein y-Chromosom (Xy). Manche mit einem y-Chromosom geborenen Menschen entwickeln alle körperlich charakteristischen Merkmale einer Frau - ausgenommen der inneren Sexualorgane. Sie leiden unter dem Androgen Insuffizienz-Syndrom (AIS).

Diese Frauen sind Xy, allerdings kein Mann, weil ihr Körper nicht auf das produzierte Testosteron reagiert. Deshalb dürften sie auch bei den Frauen starten. Sieben der acht Frauen, die 1996 bei Olympia in Atlanta positiv auf y-Chromosomen getestet wurden, hatten AIS und durften trotzdem teilnehmen.

Laut der Internetseite der deutschen AIS-Selbsthilfegruppe gibt es zwei Formen des Androgen Insuffizienz-Syndroms. Eine komplette (CAIS), bei der das Gewebe gegenüber Androgenen vollkommen unsensibel ist und eine partielle Form (PAIS), bei der das Gewebe teilweise sensibel gegenüber Androgenen ist, so dass ein gewisses weibliches genitales Aussehen möglich ist.

Weiter heißt es: "Sowohl in der kompletten als auch in allen partiellen Formen haben die Betroffenen keine Eierstöcke, keine Eileiter und keinen Uterus, die Vagina endet blind und ist möglicherweise verkürzt oder fehlt ganz." Mädchen mit AIS seien oft groß, die Körperform sei besonders weiblich mit sehr guter Brustentwicklung und die Haut sehr klar.

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