Grafik: Zelle © colourbox
Eine Zelle hat verschiedene Organellen, die Mitochondrien sind rot dargestellt.
Eine Zelle hat verschiedene Organellen, die Mitochondrien sind rot dargestellt.
Mitochondrien
Die mikroskopisch kleinen "Kraftwerke" der Zelle
Mitochondrien sind die "Kraftwerke der Zellen" und haben eine eigene DNA, die über die Mutter weitergegeben wird und sich über die Generationen kaum verändert.
Ursprünglich waren die Mitochondrien selbstständige Lebewesen, die von größeren Zellen gefressen, aber nicht vollständig verdaut wurden. Im Lauf der Zeit hat sich eine Symbiose entwickelt und später haben die Mitochondrien ihre Selbstständigkeit aufgegeben: Zahlreiche Gene sind in den Zellkern gewandert, so dass sie nicht mehr als selbstständige Organismen existieren könnten. Doch um diese Theorie durchzusetzen, mussten die Urheber dieser Theorie, Konstantin Sergejevič Merežkovskij und Lynn Margulis, gegen etablierte Forschermeinungen kämpfen.

Das eigene Genom der Mitochondrien sorgt dafür, dass es Erscheinungsbilder gibt, die sich ausschließlich über die "weibliche" Linie vererben. Auf den Mitochondrien beruht auch die "Eva"-Hypothese über die "Urmutter" der Menschheit, die vor 200.000 Jahren in Afrika gelebt haben soll. Allerdings gilt das nur für die wenigen Gene, die im Mitochondrium verblieben sind. Zum Großteil des Genoms tragen auch Söhne bei. "Eva" ist also nur die Urmutter aller Mitochondrien der Menschheit.

mehr zum Thema