Montag bis Freitag 18.30 Uhr
Kalender
Dezember 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
27
28
29
30
01
02
03
0405060708
09
10
1112131415
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
Hühner in einem Legehennenbetrieb © dapd Video
Laut Tierschutzbund ist die Haltung in etwas größeren Käfigen nicht viel besser
Legehennen-Haltung
In Käfigen, in Ställen und an der freien Luft
Nach wie vor werden in Deutschland die wenigsten Legehennen nach ökologischen Richtlinien gehalten: 63 Prozent leben dagegen in Bodenhaltung.
Die Zahl der Tiere, die in Freilandhaltung leben, liegt bei knapp 16 Prozent. 12,5 Prozent der Hennen leben in Kleingruppenhaltung und ausgestalteten Käfigen.

Käfighaltung: Klassische Legebatterien, in denen Hühner weniger Platz haben als die Fläche eines DIN-A-4-Blattes, sind in der EU seit 2012 nicht mehr erlaubt - in Deutschland schon seit 2010 nicht mehr. 13 Prozent der Hennen werden heute aber in "Kleingruppenkäfigen" gehalten. Hühner haben darin nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes "geringfügig mehr Platz", in etwa die Fläche von eineinhalb A4-Blättern. Diese Käfige haben Sitzstangen und bieten den Hennen Platz zum Scharren und Sandbaden. Laut Tierschutzbund aber können Hennen durch den geringen Platz diese Angebote nur erschwert nutzen.

Bodenhaltung: Mit 64 Prozent ist die Bodenhaltung in Deutschland die vorherrschende Haltungsform für Hennen. Bei der Bodenhaltung handelt es sich nach Angaben der Informationsgemeinschaft Deutsches Ei um eine Stallhaltung. Die Hühner können sich frei bewegen. Neun Tiere teilen sich dabei einen Quadratmeter Boden. Jedoch können Agrarbetriebe bei der Bodenhaltung in den Ställen auch Ebenen einbauen, damit auf der gleichen Grundfläche mehr Tiere untergebracht werden können. Bei der Bodenhaltung muss der Boden zu mindestens einem Drittel mit Stroh, Sand oder Torf bestreut sein.

Freilandhaltung: Im Gegensatz zur Bodenhaltung haben Hennen bei der Freilandhaltung zusätzlich zum Stall Auslauf an der freien Luft. Vorgesehen ist eine Freifläche von zumindest vier Quadratmetern pro Huhn. Diese Freifläche sollte laut Informationsgemeinschaft größtenteils bewachsen sein, etwa mit Gras, und nicht zusätzlich noch zu anderen Zwecken genutzt werden - höchstens als Obstgarten oder Weide. Der Tierschutzbund bewertet die Freilandhaltung als "vergleichsweise tiergerechteste" Haltungsform. Die Hennen können scharren und sandbaden. 15 Prozent der Legehennen leben in Freilandhaltung.

Ökologische Produktion: Die Anforderungen für die ökologische Haltung gehen noch über jene der Freilandhaltung hinaus. Vorgesehen ist, dass nicht mehr als 3000 Hennen je Stall gehalten werden dürfen und das Platzangebot die Größenordnung von maximal sechs Hennen je Quadratmeter Stallfläche nicht unterschreitet. Die Tiere müssen laut Tierschutzbund zu mindestens 80 Prozent mit Futter aus ökologischer Produktion gefüttert werden. Acht Prozent der Legehennen in Deutschland werden in Ökohaltung gehalten.

Hähnchen nicht schreddern
Rasse statt Massentod
Eine Geflügelfarm bei München setzt auf eine alte Hühnerrasse - bei ihr legen die Hühner viele Eier und auch die Hähnchen bringen noch genug Fleisch.
Geflügelimporte aus Europa
Resteverwertung
Geflügelzüchter in afrikanischen Ländern können im eigenen Land kaum noch verkaufen, weil Geflügelabfall aus der EU und den USA die Preise ruiniert.