nano
Kalender
Dezember 2018
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
26
27
28
29
30
01
02
03
04
05
06
07
08
09
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
01
02
03
04
05
06
Schlafendes Kamel © dpa Lupe
Kamel kommen nicht ohne Wasser aus - sie können es aber gut speichern
Kamele
Dromedare, Trampeltiere, Lamas und Alpakas
Zur Familie der Kamele zählen Dromedare, Trampeltiere, Lamas und Alpakas. Der Höcker der Dromedare (Camelus dromedarius) dient nicht als Wasser-, sondern als Fettspeicher.
Sie leben vor allem in Nord- und Ostafrika, dem Nahen und Mittleren Osten von der Türkei bis Arabien und ostwärts bis Indien sowie in Australien. Ausgewachsene Tiere können über zwei Meter groß werden und ein Gewicht von mehr als 900 Kilogramm erreichen.

Das zweihöckerige Trampeltier (Camelus bactrianus) wird hauptsächlich im Iran, in Afghanistan, Pakistan, Kasachstan, der Mongolei und China gehalten. Kamele sind für das Leben der Nomaden der asiatischen und nordafrikanischen Wüsten und Trockensteppen als Reit- und Lasttiere lebenswichtig. Zudem liefern sie Fleisch, Milch, Wolle, Leder und Dung als Brennstoff.

Kamele ertragen Hitze, Kälte und Trockenheit
Ein Kamel trägt Lasten zwischen 200 und 250 Kilogramm und kann pro Tag zwischen 25 und 40 Kilometer zurücklegen. Es zeichnet sich in der unwirtlichen Wüste mit Tagestemperaturen über 50 Grad im Schatten und bitterkalten Nächten durch seine auch in der Literatur berühmte Genügsamkeit, Ausdauer und Geduld aus. Gegen Sandstürme können sie sich durch Schließen der Nasenlöcher schützen.

Eine höchst leistungsfähige Niere schont die Wasservorräte des Körpers, der überdies noch durch hohe Eigentemperatur erst bei über 40 Grad zu schwitzen beginnt. So entstand die Mär vom "Wüstenschiff", das kein Wasser braucht. Dies stimmt aber nicht: Kamele können auf einer Weide schon ein paar Wochen ohne Wasser auskommen und bei Fütterung mit Heu etwa sieben Tage. In der Wüste aber entwickeln sie einen höllischen Durst und erweisen sich an den Wasserlöchern als wahre Säufer: Rund 120 Liter schlürft ein Tier in weniger als einer Viertelstunde.

Mediathek
Die Wüste überlebt
Die Sandrennnatter schmiert sich mit Fett ein und der Schwarzkäfer sammelt Nebel, um der Wüste zu trotzen. Die Känguru-Ratte löscht ihren Durst aus ihrem Stoffwechsel.
mehr zum Thema