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Bauteil für Bauteil ist die Internationale Raumstation seit 1998 entstanden
ISS - Die Erde im All
Ein Jahrhunderprojekt von einer Raumstation
Die Internationale Weltraumstation (ISS) ist laut Nasa "das komplexeste wissenschaftliche und technische Unternehmen aller Zeiten".

Nur wenige Woche nachdem "Sarja" im All war, brachte die US-Raumfähre "Endeavour" dann den ersten Verbindungsknoten (Node 1) in die Erdumlaufbahn, das Modul "Unity". "Sarja" sorgte aber weiterhin für die Kontrolle der Position der kleinen Raumstation, für die Kommunikation mit der Erde und die Energieversorgung. Als drittes Modul kam die zentrale Serviceeinheit "Swesda" im Juli 2000 ins All, die viele Funktionen von "Sarja" übernahm und der erste Wohnraum für die Astronauten war. "Sarja" wird inzwischen vor allem als Lagerraum und externer Tank genutzt. Das Modul verfügt über zwei Andockstationen, an denen bemannte russische Sojus-Kapseln und unbemannte Transporter vom Typ Progress anlegen können.

Im September 2000 kamen erstmals zwei Besatzungsmitglieder in die ISS. Seit November 2000 ist die Station permanent von zwei oder drei Astronauten beziehungsweise Kosmonauten besetzt. Aufgehalten wurde der Ausbau immer wieder durch russische Finanzprobleme und durch die Katastrophe mit der Raumfähre "Columbia", die 2003 in der Erdatmosphäre verglühte. Danach gab es zunächst einige Jahre gar keine Shuttle-Flüge mehr zum Ausbau der ISS.

Bis Ende 2011 soll der Ausbau beendet sein. Ausgebaut wird die Station etwa so viel Raum haben wie anderthalb Jumbojets, mehr als 400 Tonnen wiegen und etwa so lang wie ein Fußballfeld sein. Auf der ISS in permanenter Schwerelosigkeit sind biologische, chemische und physikalische Experimente möglich, die auf der Erde nicht gelingen. Geforscht wird etwa an Krebsmedikamenten, aber auch an Studien zum Klimawandel oder Veränderungen in der Atmosphäre. Die Nasa erhofft sich außerdem mit Blick auf künftige bemannte Missionen ins Sonnensystem Aufschlüsse über die Herausforderungen dauerhafter Aufenthalte im All.


Am Bau und Betrieb der ISS sind 16 Nationen beteiligt, darunter Deutschland. Anfang 2008 dockte das von den Europäern finanzierte Weltraumlabor "Columbus" an der ISS an. Das 13 Tonnen schwere Forschungsabteil war federführend in Bremen gebaut worden. Die ISS ist seit 2000 ständig bewohnt, anfangs gab es drei Crew-Mitglieder. Im Juli 2009 waren für einige Zeit sogar 13 Astronauten an Bord.

Glossar
"Columbus" - Europäisches Weltraumlabor für die Internationale Raumstation
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