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Forscher
Mit Radio-Isotopen können Forscher Krebsgeschwüre finden
Isotope
Mediziner nutzen Radio-Isotope gegen den Krebs
Isotope sind die Formen, in denen Atome eines Elements vorkommen können - das Element selbst ist durch die Zahl der positiven Teilchen im Kern (Protonen) definiert.
Als "Klebemasse" dienen die neutralen Teilchen (Neutronen), deren Zahl schwanken kann. Nicht alle Isotope sind physikalisch stabil, sondern zerfallen unter Aussendung von Radioaktivität (Radio-Isotope).

In der chemisch-physikalischen Schreibung sieht das "normale" sprich, das häufigste Kohlenstoff-Atom so aus: 126C. Es hat eine Masse von 12 und dabei 6 Neutronen - und damit hat es 12 minus 6 gleich 6 Protonen.

Genau dieser unterschiedliche Zerfall wird gerne, insbesondere an den Isotopen des Kohlenstoffs, eingesetzt, um eine Altersbestimmung von Material durchzuführen: Instabile Isotope zerfallen und "verschwinden" damit - das Verhältnis verschiebt sich zu Gunsten des stabilen Isotops. Anhand der Verfallsrate (Halbwertszeit) lässt sich bestimmen, wie alt das Material ist.

Radio-Isotope - Helfer für Medizin und Industrie
Radio-Isotope werden in der Medizin etwa zum Aufspüren von Krebs sowie im Kampf gegen die Tumore eingesetzt. Sie kommen auch in der Natur vor, werden für medizinische oder technische Anwendungen aber in Kernreaktionen erzeugt. Von den mehr als 1500 bekannten Radio-Isotopen sind nur etwa 50 natürlichen Ursprungs. Mit Hilfe der Strahlung bestimmter Radio-Isotope versuchen Mediziner, wuchernde Krebsgeschwulste zu zerstören oder zumindest einzudämmen. Das ist möglich, weil Krebszellen sich schneller teilen und daher empfindlicher auf Strahlung reagieren als gesunde Körperzellen.

Radio-Isotope können aber auch schon bei der Krebsdiagnose zum Einsatz kommen. Dazu werden sie in flüssiger Form in den Körper des Patienten gespritzt, wo sie sich - je nach verwendetem chemischen Element - in bestimmten Organen anreichern. Anhand der radioaktiven Strahlung, die nach außen dringt, können Mediziner sich ein Bild von dem betreffenden Organ und möglichen Tumoren darin machen. Auf ähnliche Weise nutzt die Industrie radioaktive Isotope, um Materialien zu untersuchen.

Als besonders geeignet für die Medizin hat sich das Isotop 99Technetium erwiesen, da es für Patienten gut verträglich ist, relativ schnell zerfällt, so dass die Strahlenbelastung begrenzt ist, und sich gut an Stoffe anhängen lässt, die sich in einzelnen Organen anreichern.