Hubble © ap
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Hubble lieferte in den vergangen Jahren viele fantastische Einblicke ins All.
Hubble
Spannende Einblicke und Entdeckungen
Das Weltraumteleskop "Hubble" umkreist seit 1990 die Erde. Aus 600 Kilometern Höhe blickt es in die Tiefen des Alls.
© dpa Fast 30 Jahre im Dienst.
Fast 30 Jahre im Dienst.
Es verschafft Astronomen neue Einblicke in die Entstehung und den Aufbau des Universums. Ungehindert von den Luftschichten der Erde erhalten sie nie zuvor gesehene Bilder von fernen Galaxien, sterbenden Sonnen und Schwarzen Löchern. Bereits kurz nach Betriebsbeginn waren jedoch schwere Mängel festgestellt worden. Es stellte sich heraus, dass der Hauptspiegel falsch geschliffen wurde und verschwommene Bilder lieferte. Bei einer Reparatur-Mission konnte die Besatzung der Raumfähre "Endeavour" die Probleme 1993 weitgehend beheben - das 13 Meter lange und elf Tonnen schwere Weltraumteleskop bekam eine "Brille" in Form einer Korrekturoptik. Im Laufe der Jahre mussten mehrfach Instrumente des nach dem US-Astronomen Edwin P. Hubble (1889-1953) benannten Observatoriums ausgewechselt werden.

Reparatureinsätze machen Hubble immer wieder fit
Anfang Oktober 2018 wurde Hubble wegen eines technischen Problems in den "Sicherheitsmodus" versetzt. Grund war der Ausfall eines "Gyroskops", das Hubble-Teleskop im Weltraum ausrichtet und stabilisiert. Hubble verfügt insgesamt über sechs Gyroskope zur Lageregelung im All, von denen zuletzt aber nur noch drei in Betrieb waren und jetzt nur noch zwei funktionieren. Die Blockade des betroffenen Gyroskops konnte aber gelöst werden und das Teleskop läuft wieder im Normalbetrieb.

Davor brauchte Hubble im Mai 2009 eine große Generalüberholung. Die Besatzung der Raumfähre "Atlantis" entließ das Teleskop am 19. Mai 2009 nach getaner Arbeit in seine Umlaufbahn. Die Astronauten hatten am 18. Mai 2009 insgesamt fünf Außenbordeinsätze zur Reparatur des Weltraumteleskops durchgeführt.

"Hubble" wurde gemeinsam von der US-Raumfahrtbehörde Nasa und der europäischen Esa entwickelt und liefert seit seinem Start für die Wissenschaft bedeutende Messdaten. Einmal in 96 Minuten umkreist "Hubble" die Erde. Betrieben wird es mit Solarzellen. Das Teleskop soll noch mindestens bis zum März 2021 weiter arbeiten. Dann soll das neue James-Webb-Weltraumteleskop Hubble ablösen.

"Hubble"-Teleskop
Atemberaubend genau
Ganz weit draußen: In sechs Milliarden Lichtjahren Entfernung hat das Hubble-Teleskop neue, faszinierend scharfe Bilder vom Galaxienhaufen Abell 370 gemacht.
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