Traktor versprüht Pestizide © zb-Bildfunk
Umweltschützer fordern seit Jahren ein Verbot von Glyphosat.
Umweltschützer fordern seit Jahren ein Verbot von Glyphosat.
Glyphosat
Ein äußerst umstrittenes Pflanzen"schutz"mittel
Glyphosat ist weltweit einer der am meisten eingesetzten Wirkstoffe in Unkrautvernichtungsmitteln und das am weitesten verbreitete Pflanzengift. Es ist seit vielen Jahren umstritten.
Bundesweit werden jährlich rund 5000 Tonnen auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht. Rund 37 Prozent der Ackerfläche Deutschlands werden damit behandelt. Eingesetzt wird es bei Getreide, Raps, Mais, Zuckerrüben, aber auch Äpfeln und Weintrauben. Dabei werden Glyphosat oft noch Beistoffe beigemischt. Sie sollen das Eindringen in die Pflanze erleichtern. Diese Stoffe sind nach Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) zum Teil giftiger als das Glyphosat selbst. Umweltschützer halten den Stoff schon an sich für hochgiftig und fordern seit Jahren ein Verbot von Glyphosat.

In der Landwirtschaft und im Gartenbau wird Glyphosat vor der Aussaat zur Unkrautbekämpfung verwendet. Getreide darf in Deutschland unter bestimmten Umständen auch vor der Ernte damit behandelt werden.