Frau zeigt Gebärdensprache © dpa
Die Gebärdensprache ist nicht international, sondern landestypisch.
Die Gebärdensprache ist nicht international, sondern landestypisch.
Die Gebärdensprache
Geste mit Bedeutung und eigener Grammatik
Die Gebärdensprache ist die Sprache der Gehörlosen und Schwerhörigen. Sie funktioniert anders als die Lautsprache und besitzt vor allem eine eigene Grammatik.
Es werden Hände, Gesichtsmimik, das Mundbild und der "Gebärdenraum" benutzt, also der gesamte Raum in all seinen Dimensionen im Kopf- und Oberkörperbereich. Die Gebärdensprache ist auch eine linguistisch vollwertige Sprache, mit der man alles ausdrücken kann - darunter auch abstrakte Dinge. Sie ist keine in Pantomime übersetzte oder gestikulierte Lautsprache, sondern hat eine völlig andere, eigene Grammatik.

Allerdings gibt es auch eine wortgetreue "Übersetzung" der Lautsprache. Diese heißt dann "Lautsprachbegleitendes Gebärden" und hat außer einigen Vokabeln mit der Gebärdensprache an sich wenig zu tun. Die Gebärdensprache ist nicht international; jedes Land hat seine eigene. Diese Sprache ist jeweils kulturell gewachsen wie andere Sprachen auch.

Unklare Zeichen aussenden
Digitus impudicus
Der "Stinkefinger" war schon den Alten Römern bekannt: Der "digitus impudicus", der "unverschämte Finger" symbolisierte einen erigierten Penis.
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