Fructosemolekül
Obst ist gesund, heißt es - aber Fruchtzucker ist auch nicht besser als Glucose.
Fructose
Fruchtzucker - auch ein Zucker, der dick macht
Fructose ist - wie "handelsüblicher" Zucker, die Glucose, ein Zuckermolekül mit sechs Kohlenstoff-Atomen. Zusammen mit der Glucose bildet es auch die Saccharose.
Natürlicherweise kommt Fructose hauptsächlich in Obst und Gemüse vor. Fruchtzucker gilt wegen seines geringeren Brennwerts als gesünderer Zucker und habe die Glucose daher aus vielen Lebensmitteln verdrängt. Die für viele Erwachsene kritische Menge von 25 Gramm Fructose täglich wird bereits mit einem halben Liter vieler handelsüblicher Limonaden überschritten. Auch der als gesunder Süßstoff geltende Honig bestehe zu 35 Prozent aus Fructose. Bei einem Viertel der erwachsenen Bevölkerung löst reichhaltiger Obstkonsum schwere Darmbeschwerden aus. Die Betroffenen leiden an der weit verbreiteten, aber noch relativ unbekannten Fruktose-Malabsorption.

Die Hälfte der Erwachsenen kann täglich nicht mehr als 25 Gramm Fructose absorbieren, allerdings entwickeln nur wenige klinische Symptome. Bei diesen stellt sich jedoch bei jeder Fructoseüberlastung ein Reizdarmsyndrom ein - mit Übelkeit, Krämpfen, Blähungen und Durchfällen. Die Ursache dafür liege letztlich in der Art und Weise, wie der Fruchtzucker im Darm verarbeitet werde. Während Glukose aktiv unter Energieaufwand aus dem Darmhohlraum in die Zellen der Darmwand aufgenommen werde und von dort ins Blut gelange, werde die Fructose lediglich passiv transportiert. Fruchtzucker wird daher niemals vollständig aus der Nahrung aufgenommen.

Schädliche Fructose
Süße Verführung
Während ein Apfel sicher weniger dick macht als eine Tafel Schokolade, ist künstlich zugesetzter Fruchtzucker in industriell hergestellen Lebensmitteln ein ausgesuchter Dickmacher.
Versteckter Inhaltsstoff
Der Zucker ist oft gut getarnt
Viele Lebensmittel enthalten mehr Zucker, als den meisten Verbrauchern bewusst sei, sagt Dietrich Garlichs von der Deutschen Diabetes-Gesellschaft.