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Zapfhahn © ap Lupe
Was in den Tank kommt, entscheidet sich bei der Verarbeitung des Rohöls
Diesel, Benzin, Kerosin, Heizöl
Aus Erdöl stammen verschiedene Fraktionen
Der entscheidende Unterschied zwischen Diesel und Benzin ist die unterschiedliche Entflamm- und Brennbarkeit beider Stoffe.
"In eine Schüssel mit Diesel können Sie eine brennende Zigarette werfen. Die geht einfach aus. Werfen sie die Zigarette dagegen in eine Schüssel mit Benzin, explodiert es", so ein Feuerwehrmann.

Die leichtere Entflammbarkeit von Benzin spielt für die Feuerwehr auch bei Unfällen beispielsweise von Tanklastern eine Rolle. Wenn Diesel auslaufe, könne es zwar auch zum Brand kommen. Aber bei Benzin gehe das wegen der größeren Menge entstehender explosiver Dämpfe viel schneller.

Grundsätzlich werden sowohl Diesel als auch Benzin aus Erdöl hergestellt, das durch Destillation getrennt wird. Dabei wird das Rohöl auf bis zu 350 Grad erhitzt. Nach ihren jeweiligen Siedepunkten werden unterschieden: Leichtbenzin zur Herstellung von Lösungsmitteln (Siedepunkt: 40 bis 70 Grad), Primärbenzin zur Herstellung von Treibstoffen (70 bis 150 Grad), Kerosin zur Herstellung von Treibstoff für Flugzeug-Turbinen (150 bis 180 Grad) und Diesel beziehungsweise Heizöl (250 bis 350 Grad).

Frostsicher bis minus 20 Grad im Winter
Wenn im Winter trotz aufgeladener Batterie das Dieselfahrzeug nicht anspringt, kann der Kraftstoff die Ursache sein. Bei strengem Frost bilden sich im Dieseltreibstoff Paraffinkristalle, die den Kraftstofffilter verstopfen können. Techniker sagen, der Diesel ist versulzt. Damit das nicht passiert, ist in Deutschland von Mitte November bis Ende Februar per DIN-Norm "Winterdiesel" vorgeschrieben: Der Kraftstoff muss bis mindestens minus 20 Grad Celsius frostsicher sein. Die meisten Ölkonzerne versprechen, ihr Diesel sei bis minus 22 Grad in Ordnung. Additive halten den Kraftstoff flüssig.

Wenn es aber noch kälter wird, wird es eng für Dieselfahrer. Der ADAC oder andere Pannenhelfer können bei einem versulzten Motor vor Ort nichts tun. Der Wagen muss regelrecht aufgetaut werden und dafür in eine Garage oder Werkstatt geschleppt werden.

Zur Vorbeugung kann der Autofahrer zum Beispiel in einer warmen Garage parken. Auch eine Standheizung könnte helfen. Der Ölkonzern Aral biete eine Premiumsorte Diesel, die bis zu 24 Grad Frost funktioniert. "Polardiesel", der bis 40 Grad Frost fließt, ist in Deutschland im Alltag nicht zu bekommen.

Früher haben Dieselfahrer beim Tanken ein paar Liter Benzin dazugemischt, denn Benzin ist frostsicher. Techniker warnen aber dringend davor, so etwas bei den modernen Dieselmotoren zu tun. Diese hochgezüchteten Triebwerke könnten das wesentlich explosivere Benzin möglicherweise nicht überstehen.

Glossar
Biodiesel - Raps im Tank
Biodiesel wird in der EU aus Rapsöl und in Südostasien aus Ölpalmen hergestellt und ist normalem Dieselkraftstoff vergleichbar.