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Biene Lupe
Nicht der Honig, sondern die Bestäubungsleistung macht Bienen so wichtig
Bienen
Apis mellifera ist eines der wichtigsten Nutztiere
Die Honigbiene (Apis mellifera) ist in Deutschland nach Schwein und Rind das drittwichtigste Nutztier, vor allem für Obst- und Gemüseanbau.
Hier sind die Insekten unverzichtbar, die beim Pollensammeln die Blüten bestäuben. An die 500 Bienenarten leben in Deutschland, 700 in Österreich und 600 in der Schweiz. Die Honigbiene gilt als sanftmütig, bildet große Staaten und sammelt Nektar. Sie ist die bekannteste von weltweit fast 20.000 Bienenarten.

Anders als Honigbienen leben die meisten Bienen einzeln und heißen darum Einsiedler- oder Solitärbienen. Als "Kuckucksbienen" werden die weiblichen Wildbienen bezeichnet, die weder Nestbau noch Brutpflege betreiben. Sie legen ihre Eier im günstigen Moment in die Brutzellen anderer Solitärbienen, wo ihre Larven sich von der Wirtslarve und deren Proviant ernähren. Nestbauende Arten nisten im Erdboden, aber auch in totem Holz oder Gestein.

Die zentrale Bedeutung der Bienen liegt in der Bestäubung von Obst und Gemüse, nicht im Honigsammeln. Bei den meisten Kulturpflanzen steigt der Ertrag um fünf bis 50 Prozent. Häufig gibt es durch die Insekten eine bessere Qualität bei Früchten und Samen als durch Selbstbestäubung.

Die Bienen sind vielen Gefahren ausgesetzt: Krankheiten gehören dazu und Parasiten wie die Varroamilbe, ebenso illegal eingesetzte Pestizide oder Beizgifte für Saatgut. So kam es im Sommer 2008 in Südwestdeutschland zu einem Massensterben von 500 Millionen Bienen durch die Saatgutbeize Clothianidin.

Jede Arbeiterbiene durchläuft in ihrem etwa sechs Wochen dauernden Leben verschiedene Stationen, ist nacheinander mit der Brutpflege, dem Wabenbau, der Funktion als Wächterbiene und schließlich als Sammelbiene betraut. Im Sommer hat ein Bienenvolk etwa 50.000 Angehörige, im Winter reduziert sich ihre Zahl auf 5000 bis 8000. Sie haben im Winter nur noch die Aufgabe, ihre Königin zu wärmen, zu schützen und zu füttern. Diese Königinnen sind für sich wieder ganz spezielle "Hochleistungsorganismen": Eine Bienenkönigin legt im Sommer pro Minute ein Ei.

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