Bakterium © reuters
Bakterien sind in der Regel Einzeller, deren DNA frei in der Zelle schwimmt
Bakterien
Ein Begriff sowohl für Eubacteria als auch Archäa
Der Begriff "Bakterien" ist nicht exakt definiert: Einige verstehen darunter die "echten Bakterien" (Eubacteria), andere sehen ihn als Oberbegriff.
Sie betrachten Bakterien als Oberbegriff zu Eubakterien und Archäa.

Beide Gruppen unterscheiden sich genetisch und molekularbiologisch sehr stark, so dass davon auszugehen ist, dass beide gänzlich eigene Organismenzweige gegenüber den Eukaryonten darstellen.

Gemeinsam ist beiden jedoch, dass es sich in der Regel um Einzeller handelt, deren DNA frei in der Zelle schwimmt und die keine innere Differenzierung in Zellorganellen besitzen. Die Eukaryonten, zu denen alle höheren Lebewesen wie Tiere und Pflanzen gehören, besitzen im Unterschied dazu einen Zellkern, der durch eine Kernmembran abgegrenzt ist.

Bakterien vermehren sich durch Zellteilung. Das kann sehr schnell gehen, alle 20 bis 30 Minuten können aus einem Bakterium zwei werden. Dabei gibt die Zelle ihre Erbinformation 1:1 an die Nachkommen weiter. Durch diese schnelle Vermehrung können Bakterien auch schnell mutieren und ihre Eigenschaften verändern.

Durch Konjugation können Bakterien jedoch auch Erbmaterial untereinander austauschen. Dabei bilden zwei Bakterienzzellen eine Plasmabrücke, durch die DNA-Stränge von einer Zelle zur anderen wandern können. Durch diesen "parasexuellen" Vorgang können zwei Individuen ihr Erbgut kombinieren.

Viren unterscheiden sich von Bakterien fundamental
h1n1 © reuters
Viren sind im Grenzbereich des Lebens - und werden oft nicht dazu gezählt: Zur Definition des "Lebens" zählt auch ein eigener Stoffwechsel.
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