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Zwischen Mars und Jupiter liegen die Reste aus dem Anfang des Sonnensystems
Asteroiden - Felsbrocken im Sonnensystem
Himmelskörper zwischen Mars und Jupiter
Wie die Geschichte der Planeten begann auch die der Asteroiden vor 4,7 Milliarden Jahren, als ein benachbarter Stern zur Nova wurde.
Unser Sonnensystem entstand aus einer interstellaren Wolke aus Gas und Staub. Nach Bildung der Ursonne war diese noch für zehn Millionen Jahre von einer lokalen Gas- und Staubhülle umgeben, aus der sich dann auch kleinere Körper und schließlich die Planeten bildeten. Zwischen Mars und Jupiter kam dieser Akkretionsprozess zum Stillstand, als die Körper nur wenige hundert Kilometer groß waren. Von diesen Asteroiden wurden und werden durch Zusammenstöße untereinander immer wieder Bruchstücke abgespalten.

Die Asteroiden kreisen zwischen Mars und Jupiter
Asteroiden im Sonnensystem
Auch Asteroiden liegen in der Ekliptik
Die Gesteinsbrocken umkreisen die Sonne in der Mehrzahl auf einer Bahn zwischen Mars und Jupiter. Sie sind zwischen 100 Kilometern und wenigen hundert Metern groß. Astronomen schätzen ihre Zahl in dem Asteroidengürtel auf mindestens 6000. Vermutlich gibt es weit mehr, allerdings lassen sich kleinere Objekte nach Angaben des Max-Planck-Instituts für Extraterrestrische Physik von der Erde aus nicht beobachten. Manche kreuzen aber die Bahnen von Erde und Mars. Abgelenkt von der Schwerkraft der Sonne verlassen einige dieser Asteroiden ihre Umlaufbahn und bewegen sich auf das Zentrum des Sonnensystems zu. Die Asteroiden bilden den Hauptgürtel der Planetoiden - so lautet die Sammelbezeichnung für kleine Planeten und Gesteinsbrocken, die die Sonne auf kreis- oder ellipsenförmigen Bahnen umrunden.

US-amerikanische Wissenschaftler haben einen Asteroidengürtel um einen anderen Stern nachgewiesen, der dem um die Sonne ähnelt. Die Forscher schließen nicht aus, dass diese Asteroiden die Keime für die Bildung von Planeten darstellen könnten. Christine Chen von der Universität von Kalifornien sprach von einer ähnlichen Situation wie bei der Entstehung unseres Sonnensystems. Der "nur" 60 Lichtjahre entfernte Stern Zeta Leporis ist mit 50 bis 400 Millionen Jahren relativ jung. Unsere Sonne wird auf 4,5 Milliarden Jahre geschätzt.


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Das Leben auf der Erde ist nach Einschätzung eines Experten aber nicht unmittelbar durch den Einschlag kosmischer Objekte bedroht. Der Astronom Jakob Staude vom Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg widersprach mit dieser Aussage einem Bericht des Fernsehmagazins "Spiegel TV". Dieses hatte den Briten Benny Peiser, Mitglied der königlichen Gesellschaft für Astronomie, mit den Worten zitiert, durch Einschläge von Asteroiden und Mini-Kometen seien in den nächsten 10.000 Jahren etwa 20 Millionen Tote auf der Erde zu erwarten. "Die Tatsache, dass es uns gibt, zeigt das Gegenteil", sagte Staude. Die Evolution habe offenbar viele Jahrmillionen Zeit gehabt, um das Leben auf der Erde entstehen zu lassen. Der Rammstoß eines großen kosmischen Objektes sei "sehr unwahrscheinlich". Zudem ließen sich Prognosen über so einen langen Zeitraum wie 10.000 Jahre nicht stellen. Der letzte große Einschlag liege 65 Millionen Jahre zurück.

Zusammen mit Kometen (Schweifsternen aus Gas, Staub und Eis) und Meteoriten (von Kometen, Asteroiden oder Planeten abgesprengte kleine Gesteinsbrocken) gelten die Planetoiden als Überreste aus der Frühzeit unseres Sonnensystems. Ihre wenig veränderte Mineralienzusammensetzung liefert Forschern Hinweise darauf, wie auch die Planeten entstanden sind.

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