Kinder mit Lama © bernd settnik_dpa-zentralbild_dp
So international wie 2018 war die Grüne Woche noch nie, sagen die Messe-Organisatoren.
So international wie 2018 war die Grüne Woche noch nie, sagen die Messe-Organisatoren.
Alles im grünen Bereich?
Experten beraten über die wichtigsten Themen der Landwirtschaft
Auf der Grünen Woche geht es nicht nur ums Essen und Probieren. Es geht ums wirklich Eingemachte: Um die Zukunft der Landwirtschaft.
Tierwohl, Wassernutzung durch die Landwirtschaft, Pestizideinsatz, Regionalität, Digitalisierung - fünf Topthemen auch auf der Grünen Woche. Hier müssen dringend Antworten gefunden werden.

TOP 1 Tierwohl
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Welche Landwirtschaft will die Gesellschaft? Seit Jahrzehnten läuft in diesem Bereich alles nach dem Motto: "Wachsen oder weichen!" Die Zahl der gehaltenen Nutztiere wurde immer größer, die Anzahl der Höfe nahm kontinuierlich ab. Über Haltungsformen wird seit Langem diskutiert. Immer noch gibt es keine staatliche Kennzeichnung, um die Herkunft von Fleisch für den Verbraucher transparent zu machen. Möglich wäre es schon lange. Wie bei Eiern.

TOP 2: Wasser
Traktor bringt Gülle aus © dpa
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Zu viel Gülle: Die Landwirtschaft ist einer der größten Wassernutzer. Und Wasserverschmutzer. Zum Beispiel durch zu viel Gülle. Das kann zu Nitratbelastung des Grundwasser führen. Eines der drängenden Probleme also: Wie lassen sich die Güllemengen und damit vielerorts der Nitrateintrag ins Grundwasser verhindern oder zumindest verringern? Eine der möglichen Antworten lautet: Abbau der Massentierhaltung. Weniger Tiere, weniger Gülle.

Top 3: Regionalität
Gemüse
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"Regional" ist das neue "bio": Der Regio-Trend ist inzwischen auf dem Teller und in den Köpfen angekommen. Was er bringt: Mehr heimische Produkte weniger weit transportieren. Das klingt gut und hat tatsächlich viele Vorteile. Für alle Beteiligten. Und hilft auch gegen das Höfesterben, - denn das Konzept bietet eine Nische, in der sich auch kleinere Betriebe behaupten können - wenn sie gute Vermarktungsstrategien haben.

Top 4: Weniger Pestizid-Einsatz
Versuchsfeld von Monsanto in Kanada © reuters
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Einsame Entscheidung: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt hat Ende November 2017 bei der entscheidenden Abstimmung zur weiteren Zulassung von Glyphosat im Alleingang für "Ja" gestimmt. Damit bleibt Glyphosat für die nächsten fünf Jahre in der Europäischen Union auf dem Acker. Die Nationalstaaten können aber den Einsatz selbst reglementieren. Für den Glyphosat-Ausstieg müssten nun dringend Alternativen erforscht werden.

Top 5: Digitalisierung
Roboter pflückt
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Drohnen, die die Felder vermessen und das Schädlingspotential auf dem Acker erkennen, selbstfahrende Traktoren, Roboter, die die Gemüseernte revolutionieren. Die Digitalisierung der Landwirtschaft ist in vollem Gang. Ob diese elektronische Aufrüstung tatsächlich den Aufschwung für die gesamte Branche bringt? Oder nur für die ganz Großen, die sich die digitalen Helfer leisten können?