Kuh im Transporter
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Mangelnde Versorgung mit Futter und Wasser ist eines der Probleme.
Geheimsache Tiertransporte
Schutzbestimmungen werden häufig nicht eingehalten
Wenige Wochen alte Kälber sollten laut Gesetz alle neun Stunden auf der Fahrt versorgt werden. Kontrollen der Polizei zeigen eine andere Realität.
Dabei gelten in der EU strikte Tierschutzstandards auch für Nutztiere. Dazu zählen der Schutz vor Hunger und Durst, vor Stress, Schmerz, Verletzung und Krankheiten, vor Beschränkung natürlicher Verhaltensweisen und vor Ängsten. Bereits 2012 legte die EU eine Tierschutzstrategie vor. "Das ist ein Riesenthema", sagte der EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis im Sommer 2017. Die Regeln reichten aus; nötig seien bessere Umsetzung, Kontrollen und Selbstverpflichtungen. Er erinnerte daran, dass Tierschutz Bauern, Schlachtern und Transporteuren Geld koste - dass es also auch um Wettbewerbsbedingungen gehe.

Es ist sehr viel im Argen
Quälende Tiertransporte, das Abschneiden von Schweineschwänzen, zu beengte Kaninchenställe: Beim Tierschutz liegt aus Sicht der Europäischen Union immer noch vieles im Argen. Deshalb startete EU-Kommissar Andriukaitis im Juni 2017 eine "Tierschutz-Plattform". Bundesagrarminister Christian Schmidt sicherte Unterstützung zu. "Deutschland wird sich in der Tierschutz-Plattform aktiv einbringen", erklärte der CSU-Politiker. Vor allem soll sich der Austausch von Unternehmen, Experten und Behörden verbessern. Die Plattform soll 75 Akteure mindestens zwei Mal im Jahr zusammenbringen und anhand von Beispielen aufzeigen, wie die Umsetzung der Bestimmungen am besten funktioniert. Bislang scheint aber auch das noch nicht viel gebracht zu haben.

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37° - Geheimsache Tiertransporte
Weitere Informationen zum Thema sowie die gesamte Dokumentation zum Ansehen. [zdf.de]
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