Statue mit Schlangen
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Im Christentum ist die Schlange eigentlich ein Symbol des Bösen - davon ist hier nichts zu spüren.
Heilige Schlangen
Mönch wird mit lebendigen Schlangen geehrt
Ein archaisches Schlangenritual lockt jedes Jahr Tausende in das italienische Dorf Cocullo. Die Bewohner des Dorfes pflegen eine besondere Beziehung zu den Tieren.
Das Fest findet zu Ehren des Einsiedler-Mönchs Dominikus von Sora statt. Das Fest findet zu Ehren des Einsiedler-Mönchs Dominikus von Sora statt.
Mit Schlangen geschmückt wird seine Statue durch das Dorf getragen. Mit Schlangen geschmückt wird seine Statue durch das Dorf getragen.
Die Geistlichen haben keine Scheu vor den Tieren. Die Geistlichen haben keine Scheu vor den Tieren.

Zum Fest des Einsiedler-Mönchs Dominikus von Sora (951-1031) tragen junge Männer die mit lebenden Schlangen behängte Statue des Heiligen durch den Ort. Einige Unerschrockene nehmen die Reptilien auch in die Hand und küssen sie.

Die Ursprünge des Schlangenfestes von Cocullo liegen im Dunkeln, sie reichen in jedem Fall in vorchristliche Zeit zurück. Der Eremit Dominikus, der unweit am Lago di San Domenico lebte und sich einige Jahre in Cocullo aufhielt, wird in den Abruzzen als Schutzheiliger gegen Schlangenbisse und Zahnschmerzen verehrt.

Für das Schlangenritual werden inzwischen ausschließlich ungiftige Schlangen verwendet, wie die Vierstreifennatter, die Äskulapnatter, die Ringelnatter oder die Gelbgrüne Zornnatter. Die Tiere werden einige Tage vor dem Fest gesammelt und anschließend wieder freigelassen.