Wühlende Schweine
BeitragBeitrag GesprächGespräch
Tierschützer finden immer wieder "schwarze Schafe" in den Tiermastbetrieben.
(Un-)Glücksschweine
Verhaltensforscher wollen wissen, was Nutztiere brauchen
Schweine fühlen sich vor allem dann wohl, wenn sie die Möglichkeit zur freien Entscheidung haben. Das ergab ein Forschungsprojekt an der Uni Hohenheim.
Die Tiere müssen die Wahl zwischen verschiedenen Optionen haben: Spielen, Ausruhen oder Wühlen. Besonders wichtig ist das Wühlen: Wenn Schweine die Möglichkeit haben, in Erde zu wühlen, halten sie sich besonders lange in dem entsprechenden Bereich auf.

Die Hohenheimer Forscher bieten den Tieren verschiedene Umgebungen an und analysieren, wie gut die Schweine diese Bereiche annehmen. Ziel des Forschungsprojektes ist es, eine möglichst kostengünstige artgerechte Haltung zu entwickeln

Das System der Tierhaltung den Tieren anpassen
BeitragBeitrag
Wird das Schwanzkupieren verboten, steigen die Anforderungen an die Züchter.
Einen anderen Ansatz verfolgen Forscher des Leibniz-Instituts für Nutztierbiologie (FBN) in Dummerstorf bei Rostock. Sie wollen ein Messsystem für das Wohlbefinden und die Gesundheit von Nutztieren entwickeln. Ziel sei es, mit einem schnellen und einfach zu handhabenden System gleichzeitig mehrere biochemische Marker zu bestimmen, sagte Martin Kunze vom FBN bei einem "Innovationskongress Tierwohl". Zu den Markern gehören etwa Stresshormone oder Wachstumsfaktoren. Das entsprechende Gerät soll nach den Vorstellungen der Forscher in der Tierhaltung, aber auch in Schlachthöfen eingesetzt werden. Wann das System zur Verfügung stehen wird, kann Kunze noch nicht sagen.

Gespräch
VideoZum Thema sprachen wir am 14. Oktober 2016 mit dem Nutztierökologen Prof. Eberhard von Borell aus Halle.
Mediathek
VideoEin saumäßig freier Willen
Schweine müssen wühlen können, um glücklich zu sein. (Beitrag vom 31. Augst 2016)
Mediathek