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Statue © Elli Kriesch Video
Augen und Frisur sollen Statuen so lebendig wie möglich erscheinen lassen
Fast lebendig
Archäologen kopieren Statue und Gusstechnik
Archäologen haben für eine Ausstellung in Frankfurt am Main eine antike Bronzestatue aus Riace kopiert. So lebensnah wie ihr antikes Vorbild soll sie wirken.
© Elli KrieschLupe
© Elli KrieschLupe
© Elli KrieschLupe

Zahlreiche Künstler versuchen, ihre Skulpturen mit tiefen Stirnfalten, Augenringen und detailgenauen Frisuren so lebensnah wie möglich aussehen zu lassen. Unter dem Titel "Die große Illusion. Veristische Skulpturen und ihre Techniken" will die Frankfurter Liebieghaus Skulpturensammlung einen Einblick in dieses Kunstphänomen geben.

Ausgestellt werden vom 1. Oktober 2014 an mehr als 50 Werke aus 4000 Jahren Kunstgeschichte - sie sehen mal mehr, mal weniger täuschend wirklichkeitsnah aus. Außerdem präsentiert das Liebieghaus Techniken, mit denen die Illusion im Atelier erzeugt wird. Die meisten von ihnen sind seit Jahrhunderten unverändert.

Bronzestatuen locken Touristen und Verehrer
1972 entdeckte der Hobby-Taucher Stefano Mariottini vor dem kalabrischen Ort Riace im Ionischen Meer zwei überlebensgroße, 2500 Jahre alte Männerstatuen aus Bronze. An künstlerischem Rang vergleichbar dem Poseidon-Standbild in Athen, haben die beiden Bronzekrieger das Museum von Reggio Calabria zu einem internationalen Wallfahrtsort von Verehrern der klassischen Periode der griechischen Antike gemacht. Bevor sie gefunden wurden, waren der Gott vom Kap Artemision und der kaum weniger berühmte Wagenlenker von Delphi - er blieb nur erhalten, weil er bei einem Erdbeben verschüttet wurde - die einzigen bekannten monumentalen Bronzen aus dem fünften vorchristlichen Jahrhundert.