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Kuh im Transportcontainer Video
Rinder werden bis zu 14 Stunden auf engstem Raum durch Europa gefahren
Quälend lang
Deutschland verantwortet die meisten Tiertransporte
Deutschland muss sich aus Sicht der Grünen stärker für eine Vermeidung von Tiertransporten einsetzen. Nötig sei, die Transportzeiten auf maximal acht Stunden zu begrenzen.
Das sagte der agrarpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, im September 2013. Die Bundesrepublik sei verantwortlich für einen Großteil der Transporte in der Europäischen Union. Dies hänge auch mit "Dumpinglöhnen an deutschen Schlachthöfen" zusammen.

Laut einer Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Grünen-Anfrage wurden 2012 mehr als 4,6 Millionen Schlachtschweine aus anderen EU-Ländern nach Deutschland importiert. Insgesamt werden im europäischen Binnenmarkt jährlich mehr als neun Millionen Schlachtschweine gehandelt. Größter Versender sind die Niederlande, das wichtigste Importland ist Deutschland. Daneben wurden 2012 grenzüberschreitend Schlachtrinder (565.000) und Schlachtgeflügel (470.000) gehandelt. Die Daten beziehen sich noch auf 27 EU-Staaten.

Hintergrund von Transporten sei auch, dass Erzeuger und Vermarkter im EU-Binnenmarkt "die jeweils günstigsten Vermarktungsmöglichkeiten nutzen - insbesondere auch in grenznahen Gebieten benachbarter Mitgliedstaaten", erläuterte das Ministerium. Aus Sicht der Regierung sollten Transporte über große Entfernungen "grundsätzlich auf ein Minimum begrenzt und Langzeittransporte von Schlachttieren durch Fleischtransporte ersetzt werden". Bei einer Transportbegrenzung beispielsweise auf acht Stunden sei zu prüfen, inwiefern dies für Tiere mehr Stress bedeuten könnte - etwa durch zusätzliches Auf- und Abladen an Sammelstellen.

Bei Transportkontrollen werden der Regierungsantwort zufolge sehr selten Verstöße gegen Vorschriften festgestellt. Der Anteil der Beanstandungen lag demnach seit 2009 zwischen 1,2 und 1,4 Prozent.

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