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Nerze im Käfig © dpa Video
Immer wieder demonstrieren Tierschützer gegen die Haltungsbedingungen
Ein Spiel auf Zeit
Pelztierfarmen gegen Nutztierhaltungsverordnung
Die acht Pelztierfarmen in Deutschland ziehen gegen die Nutztierhaltungsverordnung vor Gericht, die unter anderem größere Käfige vorschreibt.
"Man versucht bis zur letzten möglichen Sekunde Pelztierhaltung zu betreiben und Profit zu schlagen aus Anlagen, die eigentlich unter Tierschutzgesichtspunkten eine Katastrophe sind und so nicht mehr betrieben werden dürfen", schildert Peter Knitsch, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Naturschutzministerium. "Die Klagen geben ihnen dann noch einmal einen gewissen Aufschub, so lange die Gerichte anordnen, dass die aufschiebende Wirkung einer Klage bestehen bleibt."

Der Vorsitzende des Zentralverbands deutscher Pelztierzüchter, Jürgen Brokamp, hatte zuletzt im Dezember 2011 die Verordnung kritisiert, für die weder Fachleute gehört noch mit den Pelztierfarmbetreibern geredet worden sei. Neben der neuen Käfiggröße sei auch ein großes Wasserbecken in den Käfigen vorgesehen, das den Tieren häufig zum Verhängnis werde. "In unseren Versuchsgehegen nach den neuen Vorschriften sind 50 Prozent der Tiere gestorben", sagte er. Die Jungtiere ertränken häufig in dem Wasserbecken, die erwachsenen Tiere würden von Infektionen dahingerafft.

Tierschutzorganisationen wie "Vier Pfoten" fordern sogar ein gesetzliches Verbot von Pelzfarmen. Das deutsche Landwirtschaftsministerium stellt dazu fest, "dass ein Pelztierhaltungsverbot in die im Grundgesetz verankerten Grundrechte der Berufs- und Eigentumsfreiheit eingreifen würde. Das wäre rechtlich nur zulässig, wenn mildere Mittel zur Durchsetzung des erforderlichen Tierschutzes nicht gegeben wären."

Unausrottbare Pelze
Marderhunde leiden für unsere Kleider
Pelze stammen zu einem großen Teil von Marderhunden in chinesischen Zuchtfarmen, die erbärmlich gehalten werden.