Montag bis Freitag 18.30 Uhr
Kalender
Dezember 2017
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
27
28
29
30
01
02
03
0405060708
09
10
111213
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
Kindergarten Video
Gemeinsames Lernen und Spielen nutzt allen Kindergartenkindern
Ein guter Start
Förderung im Kindergarten hilft allen Kindern
Von einer guten Mischung von deutschen und Einwandererkindern profitieren alle - Kinder mit Bildungsdefiziten mehr, doch auch die übrigen.
"Je mehr Sinneserfahrungen man gemacht hat, umso feindifferenzierter kann man auch später als Erwachsener dieses Sinnessysteme noch verarbeiten", sagt der Braunschweiger Neurobiologe Prof. Martin Korte. Wegen der Vorteile beim Spracherwerb forderte die deutsche Bundesregierung Migranten in der Vergangenheit bereits auf, ihre Kinder in den Kindergarten zu schicken.

Zahl von Migrantenkindern in Kitas wächst
Die Zahl der Kinder mit Migrationshintergrund, die eine Kindertageseinrichtung besuchen oder von Tagesmüttern und -vätern versorgt werden, hat 2010 zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhöhte sich der Anteil der fremd betreuten Migrantenkinder im Alter bis zu fünf Jahren binnen eines Jahres um 2,2 Prozentpunkte auf 48,9 Prozent. Damit verringerte sich der Abstand in der Betreuungsquote dieser Kinder im Vergleich zu den gleichaltrigen Kindern ohne Migrationshintergrund etwas. In dieser Gruppe nahm die Zahl der betreuten Kinder um 0,7 Punkte auf 61,7 Prozent ebenfalls zu.

Innerhalb des typischen Kindergartenalters von drei bis fünf Jahren nahm der Anteil der betreuten Kinder 2010 ebenfalls zu. Hier wurden insgesamt 85,7 Prozent der Migrantenkinder fremd betreut, 2,1 Prozentpunkte mehr als im Jahr davor. Bei Kindern ohne Migrationshintergrund lag die Betreuungsquote mit 94,9 Prozent ebenfalls höher. In dieser Gruppe ging die Quote aber leicht um 0,7 Prozentpunkte zurück.

Bei den jüngeren Kindern bis zwei Jahren wurden hingegen nur 12,2 Prozent der Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund fremd betreut, was eine Zunahme um 1,7 Prozentpunkte bedeutet. Mit 27,7 Prozent (plus 2,9 Prozentpunkte) lag die Quote in der Vergleichsgruppe mehr als doppelt so hoch. In der Statistik wird einem Kind dann ein Migrationshintergrund zugeschrieben, wenn mindestens ein Elternteil ausländischer Herkunft ist. Die Staatsangehörigkeit des Kindes spielt dabei keine Rolle. Neuere Zahlen liegen nicht vor.

Migranten an Schulen
Die Mischung macht's
Integrationsexperten halten nichts von einer Zwangsdurchmischung von Migrantenkindern mit solchen gebildeter Eltern. Eine Öffnung sei aber notwendig.
Benachteiligte Migrantenkinder
Schlecht in der Schule
Kinder ausländischer Abstammung erreichen in der Schule immer noch deutlich schlechtere Abschlüsse als ihre deutschen Mitschüler.
Benachteiligte Migranten
Schlau und trotzdem "nur" Hauptschule
Jugendliche mit Migrationshintergrund besuchen deutlich seltener ein Gymnasium als gleichaltrige deutsche Kinder.
Bildungsbericht: schlechte Noten
Noch immer keine gleichen Chancen
Zehn Jahre nach dem Pisa-Schock gilt die Chancengerechtigkeit in deutschen Schulen immer noch als ungenügend.