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PR-Agenturen lassen sich dafür bezahlen, Wikipedia-Einträge "aufzuhübschen"
Die Meinungsmacher
PR-Agenturen beeinflussen Wikipedia-Artikel
Die Online-Enzyklopädie Wikipedia kämpft gegen bezahlte Manipulationen von Artikeln. So sperrte sie Ende 2013 mehr als 250 Nutzerprofile, wie es im Wikipedia-Blog hieß.
Immer wieder kommt es zu Sperrungen von Wikipedia-Autoren, die im Auftrag von PR-Agenturen geschönte Beiträge verfassen oder bestehende ändern. "Paid Editing", bezahltes Schreiben, wird das in der Szene genannt.

Der Sozialwissenschaftler Dirk Franke, Wikipedia-Aktiver der ersten Stunde, ist nun dabei, mit vielen anderen das Regelwerk für die Autoren so zu ändern, "dass man den PR-Leuten klar sagt, was geht und was nicht, dass Wikipedia-Artikel neutral sein müssen und dass alles belegt sein muss".

Es gibt bereits ein Verzeichnis von Profilen, die Unternehmen, Werbeagenturen oder Vereinen gehören. "Natürlich kann jeder mitmachen", sagte Sue Gardner, Leiterin der Wikimedia-Stiftung, "aber nach den Regeln der Wikipedia."

Bei der Wikipedia kann grundsätzlich jeder Internetnutzer mitschreiben. Allerdings gibt es Regeln: Personen oder Gruppen müssen wichtig genug für einen Eintrag sein, Behauptungen müssen mit Verweisen auf unabhängige Quellen belegt werden. Die Mitautoren diskutieren häufig über Änderungen an Artikeln. Immer wieder gibt es Berichte, dass einzelne Nutzer oder Unternehmen versucht hätten, Einträge zu manipulieren.

Glossar
Wikipedia
Am 15. Januar 2001 startete die erste Version von Wikipedia in den USA. Seitdem sind bis Ende 2013 weltweit 30 Millionen Artikel in 280 Sprachen entstanden.