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Studierende im Hörsaal Video
Menschen aus Arbeiterfamilien sind in deutschen Hörsäalen immer noch rar
Den Aufstieg schaffen
Arbeiterkinder machen oft trotz Abitur eine Lehre
Die Berliner Initiative "Arbeiterkind.de" hat dazu aufgerufen, Kinder aus nicht-akademischen Familien noch stärker zu einem Studium zu ermuntern.
"Deutschland geht viel Potential verloren", sagte Geschäftsführerin Katja Urbatsch am 27. Mai 2013 in Berlin. Noch immer entschieden sich viele Kinder aus Arbeiterhaushalten trotz Abitur nur für eine betriebliche Ausbildung.

Seit der Gründung von Arbeiterkind.de 2008 ist die Initiative nach eigenen Angaben zum größten Netzwerk für Studierende aus nicht-akademischen Haushalten herangewachsen. Mittlerweile betreuten 5000 Mentoren Schüler und Studenten in ganz Deutschland. Die Initiative hatte ursprünglich als reines Internetangebot begonnen, bietet aber mittlerweile in etwa 70 Lokalgruppen bundesweit Beratung, Vorträge und Begleitung während des Studiums an.

"Arbeiterkindern fehlen häufig Vorbilder in der eigenen Familie", erklärte Urbatsch die Idee zur Gründung der Initiative. Zudem befürchteten gerade die Eltern häufig, dass ein Studium mit schlechteren Berufsaussichten einhergehe. Daher würden sie den eigenen Kindern noch immer eher zu einer Ausbildung raten.

Laut einer Studie des deutschen Studentenwerks nehmen von 100 Akademikerkindern 71 ein Studium auf. Bei Kindern aus Arbeiterhaushalten gehen lediglich 24 von 100 an die Universität. Dabei haben etwa doppelt so viele Abitur, hieß es.

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